Choräle

Im Singen Trost finden

 

Bei Gottesdiensten werden mit Chorälen und geistlichen Liedern Gefühle der Trauer aber auch der Hoffnung zum Ausdruck gebracht. Das gemeinsame Singen verbindet die Trauernden über Generationen hinweg und bietet ihnen die Möglichkeit, sich aktiv an der Begräbnisfeier zu beteiligen. Das wirkt oft tröstend und befreiend.

 

Wir haben für Sie Choräle aus verschiedenen Gesangbüchern ausgewählt und die Liedtexte hinterlegt.

Ach bleib mit deiner Gnade
  1. Ach bleib mit deiner Gnade
    bei uns, Herr Jesu Christ,
    daß uns hinfort nicht schade
    des bösen Feindes List.
  2. Ach bleib mit deinem Worte
    bei uns, Erlöser wert,
    daß uns sei hier und dorte
    dein Güt und Heil beschert.
  3. Ach bleib mit deinem Glanze
    bei uns, du wertes Licht;
    dein Wahrheit uns umschanze,
    damit wir irren nicht.
  4. Ach bleib mit deinem Segen
    bei uns, du reicher Herr;
    dein Gnad und alls Vermögen
    in uns reichlich vermehr.
  5. Ach bleib mit deinem Schutze
    bei uns, du starker Held,
    daß uns der Feind nicht trutze
    noch fäll die böse Welt.
  6. Ach bleib mit deiner Treue
    bei uns, mein Herr und Gott;
    Beständigkeit verleihe,
    hilf uns aus aller Not.
Ach Herr, laß dein lieb' Engelein

Ach Herr, laß dein lieb‘ Engelein
an meinem End die Seele mein
in Abrahams Schoß tragen.
Der Leib in seim Schlafkämmerlein
gar sanft ohn alle Qual und Pein
ruh bis zum Jüngsten Tage.
Alsdann vom Tod erwecke mich,
daß meine Augen sehen dich
in aller Freud, o Gottes Sohn,
mein Heiland und mein Gnadenthron.
Herr Jesu Christ, erhöre mich,
erhöre mich.
Ich will dich preisen ewiglich.

Ach wie flüchtig, ach wie nichtig
  1. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig
    ist der Menschen Leben!
    Wie ein Nebel bald entstehet
    und auch wieder bald vergehet,
    so ist unser Leben, sehet!
  2. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig
    sind der Menschen Tage!
    Wie ein Strom beginnt zu rinnen
    und mit Laufen nicht hält innen,
    so fährt unsre Zeit von hinnen.
  3. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig
    ist der Menschen Freude!
    Wie sich wechseln Stund und Zeiten,
    Licht und Dunkel, Fried und Streiten,
    so sind unsre Fröhlichkeiten.
  4. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig
    ist der Menschen Schöne!
    Wie ein Blümlein bald vergehet,
    wenn ein rauhes Lüftlein wehet,
    so ist unsre Schöne, sehet.
  5. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig
    ist der Menschen Glücke!
    Wie sich eine Kugel drehet,
    die bald da, bald dorten stehet,
    so ist unser Glücke, sehet!
  6. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig
    sind der Menschen Schätze!
    Es kann Glut und Flut enstehen,
    dadurch, eh wir uns versehen,
    alles muss zu Trümmern gehen.
  7. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig
    ist der Menschen Prangen!
    Der in Purpur hoch vermessen
    ist als wie ein Gott gesessen,
    dessen wird im Tod vergessen.
  8. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig
    sind der Menschen Sachen!
    Alles, alles, was wir sehen,
    das muss fallen und vergehen.
    Wer Gott fürcht´, wird ewig stehen.
Allein Gott in der Höh' sei Ehr
  1. Allein Gott in der Höh sei Ehr
    und Dank für seine Gnade,
    darum daß nun und nimmermehr
    uns rühren kann kein Schade.
    Ein Wohlgefalln Gott an uns hat;
    nun ist groß Fried ohn Unterlaß,
    all Fehd hat nun ein Ende.
  2. Wir loben, preisn, anbeten dich;
    für deine Ehr wir danken,
    daß du, Gott Vater, ewiglich
    regierst ohn alles Wanken.
    Ganz ungemessn ist deine Macht,
    allzeit geschieht, was du bedacht.
    Wohl uns solch eines Herren!
  3. O Jesu Christ, Sohn eingeborn
    des allerhöchsten Vaters,
    Versöhner derer, die verlorn,
    du Stiller unsers Haders,
    Lamm Gottes, heilger Herr und Gott:
    nimm an die Bitt aus unsrer Not,
    erbarm dich unser aller.
  4. O Heilger Geist, du höchstes Gut,
    du allerheilsamst‘ Tröster:
    vor Teufels G’walt fortan behüt,
    die Jesus Christ erlöset
    durch große Mart’r und bittern Tod;
    abwend all unsern Jamm’r und Not!
    Darauf wir uns verlassen.
All' eure Sorgen

Der Text dieses Liedes ist urheberrechtlich geschützt.

Siehe Evangelisches Gesangbuch Nr. 631.

Auf meinen lieben Gott
  1. Auf meinen lieben Gott trau ich in Angst und Not;
    der kann mich allzeit retten aus Trübsal, Angst und Nöten,
    mein Unglück kann er wenden, steht alls in seinen Händen.
  2. Ob mich mein Sünd anficht, will ich verzagen nicht;
    auf Christus will ich bauen und ihm allein vertrauen;
    ihm will ich mich ergeben im Tod und auch im Leben.
  3. Ob mich der Tod nimmt hin, ist Sterben mein Gewinn,
    denn Christus ist mein Leben, dem will ich mich ergeben;
    ich sterb heut oder morgen in ihm bin ich geborgen.
  4. O mein Herr Jesu Christ, der du geduldig bist
    für mich am Kreuz gestorben, hast mir das Heil erworben,
    uns allen auch gegeben in deinem Reich das Leben.
  5. Amen zu aller Stund sprech ich aus Herzensgrund;
    du wollest selbst uns leiten, Herr Christ, zu allen Zeiten,
    auf dass wir deinen Namen ohn Ende preisen. Amen.
Auferstehen, ja auferstehen wirst du
  1. Auferstehn, ja auferstehn wirst du
    mein Staub, nach kurzer Ruh´!
    Unsterblich`s Leben
    wird, der dich schuf, dir geben!
    Halleluja, halleluja
  2. Wieder aufzublüh´n werd ich gesä´t!
    Der Herr der Ernte geht
    und sammelt Garben
    uns ein, uns ein die starben!
    Halleluja, halleluja
  3. Tag des Danks, der Freudentränen Tag!
    Du meines Gottes Tag!
    Wenn ich im Grab genug geschlummert habe
    erweckst du mich!
    Halleluja, halleluja
  4. Wie den Träumenden wird´s dann uns sein
    Mit Jesu gehn wir ein zu seinen Freuden
    Der müden Pilger Leiden sind dann nicht mehr
    Halleluja, halleluja
  5. Ach, ins Allerheiligste führt mich mein Mittler dann
    lebt´ich im Heiligtume
    zu seines Namens Ruhme
    Halleluja, halleluja
Aus der Tiefe rufe ich zu dir

Der Text dieses Liedes ist urheberrechtlich geschützt.

Siehe Evangelisches Gesangbuch Nr. 629 und Neues Gotteslob Nr. 283.

Aus tiefer Not schrei ich zu dir
  1. Aus tiefer Not schrei ich zu dir, Herr Gott, erhör mein Rufen.
    Dein gnädig Ohr neig her zu mir und meiner Bitt es öffne;
    denn so du willst das sehen an,
    was Sünd und Unrecht ist getan,
    wer kann, Herr, vor dir bleiben?
  2. Bei dir gilt nichts denn Gnad und Gunst, die Sünde zu vergeben;
    es ist doch unser Tun umsonst auch in dem besten Leben.
    Vor dir niemand sich rühmen kann;
    des muss dich fürchten jedermann
    und deiner Gnade leben.
  3. Darum auf Gott will hoffen ich, auf mein Verdienst nicht bauen.
    Auf ihn mein Herz soll lassen sich und seiner Güte trauen,
    die mir zusagt sein wertes Wort.
    Das ist mein Trost und treuer Hort;
    des will ich allzeit harren.
  4. Und ob es währt bis in die Nacht und wieder an den Morgen,
    doch soll mein Herz an Gottes Macht verzweifeln nicht noch sorgen.
    So tu Israel rechter Art,
    der aus dem Geist geboren ward,
    und seines Gottes harre.
  5. O bei uns ist der Sünden viel, bei Gott ist viel mehr Gnade.
    Sein Hand zu helfen hat kein Ziel, wie groß auch sei der Schade.
    Er ist allein der gute Hirt,
    der Israel erlösen wird
    aus seinen Sünden allen.
Befiehl du deine Wege
  1. BEFIEHL du deine Wege
    und was dein Herze kränkt
    der allertreusten Pflege
    des, der den Himmel lenkt.
    Der Wolken Luft und Winden
    gibt Wege, Lauf und Bahn
    der wird auch Wege finden,
    da dein Fuß gehen kann.
  2. DEM HERREN musst du trauen,
    wenn dir’s soll wohlergehn;
    auf sein Werk musst du schauen,
    wenn dein Werk soll bestehn.
    Mit Sorgen und mit Grämen
    und mit selbsteigner Pein
    lässt Gott sich gar nichts nehmen:
    es muss erbeten sein.
  3. DEIN ewge Treu und Gnade,
    o Vater, weiß und sieht,
    was gut sei oder schade
    dem sterblichen Geblüt;
    und was du dann erlesen,
    das treibst du, starker Held,
    und bringst zum Stand und Wesen,
    was deinem Rat gefällt.
  4. WEG hast du allerwegen,
    an Mitteln fehlt dir’s nicht;
    dein Tun ist lauter Segen,
    dein Gang ist lauter Licht.
    Dein Werk kann niemand hindern,
    dein Arbeit darf nicht ruhn,
    wenn du, was deinen Kindern
    ersprießlich ist, willst tun.
  5. UND ob gleich alle Teufel
    hier wollten widerstehn,
    so wird doch ohne Zweifel
    Gott nicht zurücke gehen;
    was er sich vorgenommen
    und was er haben will,
    das muss doch endlich kommen
    zu seinem Zweck und Ziel.
  6. HOFF, o du arme Seele,
    hoff und sei unverzagt!
    Gott wird dich aus der Höhle,
    da dich der Kummer plagt,
    mit großen Gnaden rücken;
    erwarte nur die Zeit,
    so wirst du schon erblicken
    die Sonn der schönsten Freud.
  7. AUF, auf, gib deinem Schmerze
    und Sorgen Gute Nacht!
    Lass fahren, was das Herze
    betrübt und traurig macht;
    bist du doch nicht Regente,
    der alles führen soll:
    Gott sitzt im Regimente
    und führet alles wohl.
  8. IHN, ihn lass tun und walten!
    Er ist ein weiser Fürst
    und wird sich so verhalten,
    dass du dich wundern wirst,
    wenn er, wie ihm gebühret,
    mit wunderbarem Rat
    das Werk hinausgeführet,
    das dich bekümmert hat.
  9. ER wird zwar eine Weile
    mit seinem Trost verziehn
    und tun an seinem Teile,
    als hätt in seinem Sinn
    er deiner sich begeben
    und solltst du für und für
    in Angst und Nöten schweben,
    als frag er nicht nach dir.
  10. WIRDS aber sich befinden,
    dass du ihm treu verbleibst,
    so wird er dich entbinden,
    da du’s am mindsten gläubst;
    er wird dein Herze lösen
    von der so schweren Last,
    die du zu keinem Bösen
    bisher getragen hast.
  11. WOHL dir, du Kind der Treue!
    Du hast und trägst davon
    mit Ruhm und Dankgeschreie
    den Sieg und Ehrenkron;
    Gott gibt dir selbst die Palmen
    in deine rechte Hand,
    und du singst Freudenpsalmen
    dem, der dein Leid gewandt.
  12. MACH ENd, o Herr, mach Ende
    mit aller unsrer Not;
    stärk unsre Füß und Hände
    und lass bis in den Tod
    und allzeit deiner Pflege
    und Treu empfohlen sein,
    so gehen unsre Wege
    gewiss zum Himmel ein.
Bei dir Jesu will ich bleiben
  1. Bei dir, Jesu, will ich bleiben,
    stets in deinem Dienste stehn;
    nichts soll mich von dir vertreiben,
    will auf deinen Wegen gehn.
    Du bist meines Lebens Leben,
    meiner Seele Trieb und Kraft,
    wie der Weinstock seinen Reben
    zuströmt Kraft und Lebenssaft.
  2. Könnt ich’s irgend besser haben
    als bei dir, der allezeit
    soviel tausend Gnadengaben
    für mich Armen hat bereit?
    Könnt ich je getroster werden
    als bei dir, Herr Jesu Christ,
    dem im Himmel und auf Erden
    alle Macht gegeben ist?
  3. Wo ist solch ein Herr zu finden,
    der, was Jesus tat, mir tut:
    mich erkauft von Tod und Sünden
    mit dem eignen teuren Blut?
    Sollt ich dem nicht angehören,
    der sein Leben für mich gab,
    sollt ich ihm nicht Treue schwören,
    Treue bis in Tod und Grab?
  4. Ja, Herr Jesu, bei dir bleib ich
    so in Freude wie in Leid;
    bei dir bleib ich, dir verschreib ich
    mich für Zeit und Ewigkeit.
    Deines Winks bin ich gewärtig,
    auch des Rufs aus dieser Welt;
    denn der ist zum Sterben fertig,
    der sich lebend zu dir hält.
  5. Bleib mir nah auf dieser Erden,
    bleib auch, wenn mein Tag sich neigt,
    wenn es nun will Abend werden
    und die Nacht herniedersteigt.
    Lege segnend dann die Hände
    mir aufs müde, schwache Haupt,
    sprich: „Mein Kind, hier geht’s zu Ende;
    aber dort lebt, wer hier glaubt.“
  6. Bleib mir dann zur Seite stehen,
    graut mir vor dem kalten Tod
    als dem kühlen, scharfen Wehen
    vor dem Himmelsmorgenrot.
    Wird mein Auge dunkler, trüber,
    dann erleuchte meinen Geist,
    daß ich fröhlich zieh hinüber,
    wie man nach der Heimat reist.
Bewahre uns, Gott

Der Text dieses Liedes ist urheberrechtlich geschützt.

Siehe Evangelisches Gesangbuch Nr. 171 und Neues Gotteslob Nr. 453.

Bleib bei mir, Herr! Der Abend bricht herein

Der Text dieses Liedes ist urheberrechtlich geschützt.

Siehe Evangelisches Gesangbuch Nr. 488.

Brich herein, süßer Schein
  1. Brich herein, süßer Schein selger Ewigkeit! Leucht in unser armes Leben, unsern
    Füßen Kraft zu geben, unsrer Seele Freund.
  2. Hier ist Müh morgens früh /und des Abends spät, Angst, davon die Augen
    sprechen, Not, davon die Herzen brechen; kalter Wind oft weht.
  3. Jesus Christ, du nur bist / unsrer Hoffnung Licht; stell uns vor und lass uns
    schauen /jene immer grünen Auen, die dein Wort verspricht.
  4. Ewigkeit, in die Zeit / leuchte hell hinein, dass uns werde klein das Kleine / und
    das Große groß erscheine, selge Ewigkeit!
Christi Blut und Gerechtigkeit
  1. Christi Blut und Gerechtigkeit,
    das ist mein Schmuck und Ehrenkleid,
    damit will ich vor Gott bestehn,
    wenn ich zum Himmel werd eingehn.
  2. Drum soll auch dieses Blut allein
    mein Trost und meine Hoffnung sein;
    ich bau im Leben und im Tod
    allein auf Jesu Wunden rot.
  3. Solang ich noch hienieden bin,
    so ist und bleibet das mein Sinn:
    Ich will die Gnad in Jesu Blut
    bezeugen mit getrostem Mut.
  4. Gelobet seist du, Jesu Christ,
    dass du ein Mensch geboren bist
    und hast für mich und alle Welt
    bezahlt ein ewig Lösegeld!
  5. Du Ehrenkönig Jesu Christ,
    des Vaters einger Sohn du bist;
    erbarme dich der ganzen Welt
    und segne, was sich zu dir hält.
Christ ist erstanden

Christ ist erstanden
Von der Marter alle;
Des solln wir alle froh sein,
Christ will unser Trost sein.
Kyrieleis.

Wär er nicht erstanden,
So wär die Welt vergangen;
seit dass er erstanden ist,
so lobn wir den Vater Jesu Christ’.
Kyrieleis.

Halleluja,
Halleluja,
Halleluja!
Des solln wir alle froh sein,
Christ will unser Trost sein.
Kyrieleis.

Christus, der ist mein Leben
  1. Christus, der ist mein Leben, Sterben ist mein Gewinn;
    ihm will ich mich ergeben, mit Fried fahr ich dahin.
  2. Mit Freud fahr ich von dannen zu Christ, dem Bruder mein,
    auf dass ich zu ihm komme und ewig bei ihm sei.
  3. Ich hab nun überwunden Kreuz, Leiden, Angst und Not;
    durch seine Heilgen Wunden bin ich versöhnt mit Gott.
  4. Wenn meine Kräfte brechen, mein Atem geht schwer aus
    und kann kein Wort mehr sprechen: Herr, nimm mein Seufzen auf!
  5. Wenn mein Herz und Gedanken zergehen wie ein Licht,
    das hin und her tut wanken, wenn ihm die Flamm gebricht:
  6. Alsdann lass sanft und stille, o Herr, mich schlafen ein
    nach deinem Rat und Willen, wenn kommt mein Stündelein.
  7. In dir, Herr, lass mich leben und bleiben allezeit,
    so wirst du mir einst geben des Himmels Wonn und Freud.
Der Mond ist aufgegangen
  1. Der Mond ist aufgegangen,
    die goldnen Sternlein prangen
    am Himmel hell und klar.
    Der Wald steht schwarz und schweiget,
    und aus den Wiesen steiget
    der weiße Nebel wunderbar.
  2. Wie ist die Welt so stille
    und in der Dämmrung Hülle
    so traulich und so hold
    als eine stille Kammer,
    wo ihr des Tages Jammer
    verschlafen und vergessen sollt.
  3. Seht ihr den Mond dort stehen?
    Er ist nur halb zu sehen
    und ist doch rund und schön.
    So sind wohl manche Sachen,
    die wir getrost belachen,
    weil unsre Augen sie nicht sehn.
  4. Wir stolzen Menschenkinder
    sind eitel arme Sünder
    und wissen gar nicht viel.
    Wir spinnen Luftgespinste
    und suchen viele Künste
    und kommen weiter von dem Ziel.
  5. Gott, lass dein Heil uns schauen,
    auf nichts Vergänglichs trauen,
    nicht Eitelkeit uns freun;
    lass uns einfältig werden
    und vor dir hier auf Erden
    wie Kinder fromm und fröhlich sein.
  6. Wollst endlich sonder Grämen
    aus dieser Welt uns nehmen
    durch einen sanften Tod;
    und wenn du uns genommen,
    lass uns in‘ Himmel kommen,
    du unser Herr und unser Gott.
  7. So legt euch denn, ihr Brüder,
    in Gottes Namen nieder;
    kalt ist der Abendhauch.
    Verschon uns, Gott, mit Strafen
    und lass uns ruhig schlafen.
    Und unsern kranken Nachbarn auch!
Der Herr, mein Hirte, führet mich

Der Text dieses Liedes ist urheberrechtlich geschützt.

Siehe Evangelisches Gesangbuch Nr. 594.

Die güldne Sonne voll Freud' und Wonne
  1. Die güldne Sonne / voll Freud und Wonne
    bringt unsern Grenzen / mit ihrem Glänzen
    ein herzerquickendes, liebliches Licht.
    Mein Haupt und Glieder, / die lagen darnieder;
    aber nun steh ich, / bin munter und fröhlich,
    schaue den Himmel mit meinem Gesicht.
  2. Mein Auge schauet, / was Gott gebauet
    zu seinen Ehren / und uns zu lehren,
    wie sein Vermögen sei mächtig und groß
    und wo die Frommen / dann sollen hinkommen,
    wann sie mit Frieden / von hinnen geschieden
    aus dieser Erden vergänglichem Schoß.
  3. Lasset uns singen, / dem Schöpfer bringen
    Güter und Gaben; / was wir nur haben,
    alles sei Gotte zum Opfer gesetzt!
    Die besten Güter / sind unsre Gemüter;
    dankbare Lieder / sind Weihrauch und Widder,
    an welchen er sich am meisten ergötzt.
  4. Abend und Morgen / sind seine Sorgen;
    segnen und mehren, / Unglück verwehren
    sind seine Werke und Taten allein.
    Wenn wir uns legen, / so ist er zugegen;
    wenn wir aufstehen, / so läßt er aufgehen
    über uns seiner Barmherzigkeit Schein.
  5. Ich hab erhoben / zu dir hoch droben
    all meine Sinnen; / laß mein Beginnen
    ohn allen Anstoß und glücklich ergehn.
    Laster und Schande, / des Satanas Bande,
    Fallen und Tücke / treib ferne zurücke;
    laß mich auf deinen Geboten bestehn.
  6. Laß mich mit Freuden / ohn alles Neiden
    sehen den Segen, / den du wirst legen
    in meines Bruders und Nähesten Haus.
    Geiziges Brennen, / unchristliches Rennen
    nach Gut mit Sünde, / das tilge geschwinde
    von meinem Herzen und wirf es hinaus.
  7. Menschliches Wesen, / was ist’s gewesen?
    In einer Stunde / geht es zugrunde,
    sobald das Lüftlein des Todes drein bläst.
    Alles in allen / muß brechen und fallen,
    Himmel und Erden / die müssen das werden,
    was sie vor ihrer Erschaffung gewest.
  8. Alles vergehet, / Gott aber stehet
    ohn alles Wanken; / seine Gedanken,
    sein Wort und Wille hat ewigen Grund.
    Sein Heil und Gnaden, / die nehmen nicht Schaden,
    heilen im Herzen / die tödlichen Schmerzen,
    halten uns zeitlich und ewig gesund.
  9. Gott, meine Krone, / vergib und schone,
    laß meine Schulden / in Gnad und Hulden
    aus deinen Augen sein abgewandt.
    Sonsten regiere / mich, lenke und führe,
    wie dir’s gefället; / ich habe gestellet
    alles in deine Beliebung und Hand.
  10. Willst du mir geben, / womit mein Leben
    ich kann ernähren, / so laß mich hören
    allzeit im Herzen dies heilige Wort:
    „Gott ist das Größte, / das Schönste und Beste,
    Gott ist das Süßte / und Allergewißte,
    aus allen Schätzen der edelste Hort.“
  11. Willst du mich kränken, / mit Galle tränken,
    und soll von Plagen / ich auch was tragen,
    wohlan, so mach es, wie dir es beliebt.
    Was gut und tüchtig, / was schädlich und nichtig
    meinem Gebeine, / das weißt du alleine,
    hast niemals keinen zu sehr noch betrübt.
  12. Kreuz und Elende, / das nimmt ein Ende;
    nach Meeresbrausen / und Windessausen
    leuchtet der Sonnen gewünschtes Gesicht.
    Freude die Fülle / und selige Stille
    wird mich erwarten / im himmlischen Garten;
    dahin sind meine Gedanken gericht‘.
Die Herrlichkeit auf Erden
  1. Die Herrlichkeit der Erden
    muss Rauch und Asche werden,
    kein Fels, kein Erz kann stehn.
    Dies, was uns kann ergötzen,
    was wir für ewig schätzen,
    wird als ein leichter Traum vergehn.
  2. Der Ruhm, nach dem wir trachten,
    den wir unsterblich achten,
    ist nur ein falscher Wahn;
    sobald der Geist gewichen
    und dieser Mund erblichen,
    fragt keiner, was man hier getan.
  3. Es hilft kein weises Wissen,
    wir werden hingerissen
    ohn einen Unterscheid.
    Was nützt der Schlösser Menge?
    Dem hier die Welt zu enge,
    dem wird ein enges Grab zu weit.
  4. Dies alles wird zerrinnen,
    was Müh und Fleiß gewinnen
    und saurer Schweiß erwirbt.
    Was Menschen hier besitzen,
    kann vor dem Tod nichts nützen;
    dies alles stirbt uns, wenn man stirbt.
  5. Wie eine Rose blühet,
    wenn man die Sonne siehet
    begrüßen diese Welt,
    die, eh der Tag sich neiget,
    eh sich der Abend zeiget,
    verwelkt und unversehens fällt:
  6. So wachsen wir auf Erden
    und denken groß zu werden,
    von Schmerz und Sorgen frei;
    doch eh wir zugenommen
    und recht zur Blüte kommen,
    bricht uns des Todes Sturm entzwei.
  7. Wir rechnen Jahr auf Jahre;
    indessen wird die Bahre
    uns vor die Tür gebracht.
    Drauf müssen wir von hinnen
    und, eh wir uns besinnen,
    der Erde sagen: Gute Nacht!
  8. Auf, Herz, wach und bedenke,
    dass dieser Zeit Geschenke
    den Augenblick nur dein.
    Was du zuvor genossen,
    ist als ein Strom verschossen;
    was künftig, wessen wird es sein?
  9. Verlache Welt und Ehre,
    Furcht, Hoffen, Gunst und Lehre
    und geh den Herren an,
    der immer König bleibet,
    den keine Zeit vertreibet,
    der einzig ewig machen kann.
  10. Wohl dem, der auf ihn trauet!
    Er hat recht fest gebauet,
    und ob er hier gleich fällt,
    wird er doch dort bestehen
    und nimmermehr vergehen,
    weil ihn die Stärke selbst erhält.
Die Nacht ist vorgedrungen
  1. Die Nacht ist vorgedrungen,
    der Tag ist nicht mehr fern!
    So sei nun Lob gesungen
    dem hellen Morgenstern!
    Auch wer zur Nacht geweinet,
    der stimme froh mit ein.
    Der Morgenstern bescheinet
    auch deine Angst und Pein.
  2. Dem alle Engel dienen,
    wird nun ein Kind und Knecht.
    Gott selber ist erschienen
    zur Sühne für sein Recht.
    Wer schuldig ist auf Erden,
    verhüll nicht mehr sein Haupt.
    Er soll errettet werden,
    wenn er dem Kinde glaubt.
  3. Die Nacht ist schon im Schwinden,
    macht euch zum Stalle auf!
    Ihr sollt das Heil dort finden,
    das aller Zeiten Lauf
    von Anfang an verkündet,
    seit eure Schuld geschah.
    Nun hat sich euch verbündet,
    den Gott selbst ausersah.
  4. Noch manche Nacht wird fallen
    auf Menschenleid und -schuld.
    Doch wandert nun mit allen
    der Stern der Gotteshuld.
    Beglänzt von seinem Lichte,
    hält euch kein Dunkel mehr,
    von Gottes Angesichte
    kam euch die Rettung her.
  5. Gott will im Dunkel wohnen
    und hat es doch erhellt.
    Als wollte er belohnen,
    so richtet er die Welt.
    Der sich den Erdkreis baute,
    der lässt den Sünder nicht.
    Wer hier dem Sohn vertraute,
    kommt dort aus dem Gericht.
Dir, dir o Höchster
  1. Dir, dir, o Höchster, will ich singen,
    denn wo ist doch ein solcher Gott wie du?
    Dir will ich meine Lieder bringen;
    ach gib mir deines Geistes Kraft dazu,
    daß ich es tu im Namen Jesu Christ,
    so wie es dir durch ihn gefällig ist.
  2. Zieh mich, o Vater, zu dem Sohne,
    damit dein Sohn mich wieder zieh zu dir;
    dein Geist in meinem Herzen wohne
    und meine Sinne und Verstand regier,
    daß ich den Frieden Gottes schmeck und fühl
    und dir darob im Herzen sing und spiel.
  3. Verleih mir, Höchster, solche Güte,
    so wird gewiß mein Singen recht getan;
    so klingt es schön in meinem Liede,
    und ich bet dich im Geist und Wahrheit an;
    so hebt dein Geist mein Herz zu dir empor,
    daß ich dir Psalmen sing im höhern Chor.
  4. Denn der kann mich bei dir vertreten
    mit Seufzern, die ganz unaussprechlich sind;
    der lehret mich recht gläubig beten,
    gibt Zeugnis meinem Geist, daß ich dein Kind
    und ein Miterbe Jesu Christi sei,
    daher ich »Abba, lieber Vater!« schrei.
  5. Was mich dein Geist selbst bitten lehret,
    das ist nach deinem Willen eingericht‘
    und wird gewiß von dir erhöret,
    weil es im Namen deines Sohns geschicht,
    durch welchen ich dein Kind und Erbe bin
    und nehme von dir Gnad um Gnade hin.
  6. Wohl mir, daß ich dies Zeugnis habe!
    Drum bin ich voller Trost und Freudigkeit
    und weiß, daß alle gute Gabe,
    die ich von dir verlanget jederzeit,
    die gibst du und tust überschwenglich mehr,
    als ich verstehe, bitte und begehr.
  7. Wohl mir, ich bitt in Jesu Namen,
    der mich zu deiner Rechten selbst vertritt,
    in ihm ist alles Ja und Amen,
    was ich von dir im Geist und Glauben bitt.
    Wohl mir, Lob dir jetzt und in Ewigkeit,
    daß du mir schenkest solche Seligkeit.
Du kannst nicht tiefer fallen

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Siehe Evangelisches Gesangbuch Nr. 533.

Ein feste Burg ist unser Gott
  1. Ein feste Burg ist unser Gott,
    ein gute Wehr und Waffen.
    Er hilft uns frei aus aller Not,
    die uns jetzt hat betroffen.
    Der alt böse Feind,
    mit Ernst er’s jetzt meint;
    groß Macht und viel List
    sein grausam Rüstung ist,
    auf Erd ist nicht seinsgleichen.
  2. Mit unsrer Macht ist nichts getan,
    wir sind gar bald verloren;
    es streit für uns der rechte Mann,
    den Gott hat selbst erkoren.
    Fragst du, wer der ist?
    Er heißt Jesus Christ,
    der Herr Zebaoth,
    und ist kein andrer Gott;
    das Feld muß er behalten.
  3. Und wenn die Welt voll Teufel wär
    und wollt uns gar verschlingen,
    so fürchten wir uns nicht so sehr,
    es soll uns doch gelingen.
    Der Fürst dieser Welt,
    wie saur er sich stellt,
    tut er uns doch nichts;
    das macht, er ist gericht:
    ein Wörtlein kann ihn fällen.
  4. Das Wort sie sollen lassen stahn
    und kein Dank dazu haben;
    er ist bei uns wohl auf dem Plan
    mit seinem Geist und Gaben.
    Nehmen sie den Leib,
    Gut, Ehr, Kind und Weib:
    lass fahren dahin,
    sie haben’s kein Gewinn,
    das Reich muss uns doch bleiben.
Ein Tag, der sagt's dem andern

Ein Tag, der sagt dem andern,
mein Leben sei ein Wandern
zur großen Ewigkeit. O Ewigkeit, so schöne,
mein Herz an dich gewöhne,
mein Heim ist nicht in dieser Zeit.

Erschienen ist der herrlich' Tag
  1. Erschienen ist der herrlich Tag
    Dran niemand g’nug sich freuen mag:
    Christ, unser Herr, heut triumphiert,
    Sein Feind er all gefangen führt. Halleluja.
  2. Die alte Schlange, Sünd und Tod,
    Die Höll, all Jammer, Angst und Not
    Hat überwunden Jesus Christ,
    Der heut vom Tod erstanden ist. Halleluja.
  3. Sein‘ Raub der Tod mußt geben her,
    Das Leben siegt und ward im Herr,
    Zerstöret ist nun all sein Macht.
    Christ hat das Leben wiederbracht. Halleluja.
  4. Die Sonn, die Erd, all Kreatur,
    Alls, was betrübet war zuvor,
    Das freut sich heut an diesem Tag,
    Da der Welt Fürst darniederlag. Halleluja.
  5. Drum wollen wir auch frühlich sein,
    Das Halleluja singen fein
    Und loben dich, Herr Jesu Christ;
    Zu Trost du uns erstanden bist.
    Halleluja.
Es ist bestimmt in Gottes Rat
  1. Es ist bestimmt in Gottes Rat,
    dass man vom Liebsten, was man hat,
    muss scheiden, muss scheiden,
    wiewohl doch nichts im Lauf der Welt,
    dem Herzen, ach, so sauer fällt,
    als Scheiden, als Scheiden, ja Scheiden.
  2. So dir geschenkt ein Knöspelein was,
    so tu es in ein Wasserglas,
    doch wisse, doch wisse:
    Blüht morgen dir ein Röslein auf,
    es welkt wohl schon die Nacht darauf,
    das wisse, das wisse, das wisse!
  3. Und hat Dir Gott ein Lieb beschert
    und hältst du sie recht innig wert,
    die Deine, die Deine,
    es wird nur wenig Zeit wohl sein,
    da lässt sie dich so gar allein,
    dann weine, dann weine, dann weine!
  4. Nun musst du mich auch recht verstehn,
    auch recht verstehn, ja recht verstehn:
    Wenn Menschen auseinander gehen,
    so sagen sie:
    Auf Wiedersehn! auf Wiedersehn!
    auf Wiedersehn! ja, Wiedersehn!
Es kennt der Herr die Seinen
  1. Es kennt der Herr die Seinen und hat sie stets gekannt,
    die Großen und die Kleinen in jedem Volk und Land.
    Er lässt sie nicht verderben, er führt sie aus und ein;
    im Leben und im Sterben sind sie und bleiben sein.
  2. Er kennet seine Scharen am Glauben, der nicht schaut
    und doch dem Unsichtbaren, als säh er ihn, vertraut;
    der aus dem Wort gezeuget und durch das Wort sich nährt
    und vor dem Wort sich beuget und mit dem Wort sich wehrt.
  3. Er kennt sie als die Seinen an ihrer Hoffnung Mut,
    die fröhlich auf dem einen, dass er der Herr ist, ruht,
    in seiner Wahrheit Glanze sich sonnet, frei und kühn,
    die wundersame Pflanze, die immerdar ist grün.
  4. Er kennt sie an der Liebe, die seiner Liebe Frucht
    und die mit lauterm Triebe ihm zu gefallen sucht;
    die andern so begegnet, wie er das Herz bewegt,
    die segnet, wie er segnet, und trägt, wie er sie trägt.
  5. So hilf uns, Herr, zum Glauben und halt uns fest dabei;
    lass nichts die Hoffnung rauben; die Liebe herzlich sei!
    Und wird der Tag erscheinen, da dich die Welt wird sehn,
    so lass uns als die Deinen zu deiner Rechten stehn!
Freu dich sehr, o meine Seele
  1. Freu dich sehr, o meine Seele,
    und vergiß all Not und Qual,
    weil dich nun Christus, der Herre,
    ruft aus diesem Jammertal.
    Aus Trübsal und großem Leid
    sollst du fahren in die Freud,
    die kein Ohr hat je gehöret,
    die in Ewigkeit auch währet.
  2. Tag und Nacht hab ich gerufen
    zu dem Herren, meinem Gott,
    weil mich stets viel Kreuz betroffen,
    daß er mir helf aus der Not.
    Wie sich sehnt ein Wandersmann,
    daß sein Weg ein End mög han,
    so hab ich gewünschet eben,
    daß sich enden mög mein Leben.
  3. Denn gleich wie die Rosen stehen
    unter spitzen Dornen gar,
    also auch die Christen gehen
    in viel Ängsten und Gefahr.
    Wie die Meereswellen sind
    und der ungestüme Wind,
    also ist allhier auf Erden
    unser Lauf voller Beschwerden.
  4. Welt und Teufel, Sünd und Hölle,
    unser eigen Fleisch und Blut
    plagen stets hier unsre Seele,
    lassen uns bei keinem Mut.
    Wir sind voller Angst und Plag,
    lauter Kreuz sind unsre Tag;
    wenn wir nur geboren werden,
    Jammer g’nug find’t sich auf Erden.
  5. Wenn die Morgenröt herleuchtet
    und der Schlaf von uns sich wend’t,
    Sorg und Kummer daherschleichet,
    Müh sich find’t an allem End.
    Unsre Tränen sind das Brot,
    das wir essen früh und spät;
    wenn die Sonn nicht mehr tut scheinen,
    ist nichts denn nur Klag und Weinen.
  6. Drum, Herr Christ, du Morgensterne,
    der du ewiglich aufgehst,
    sei von mir auch jetzt nicht ferne,
    weil mich dein Blut hat erlöst.
    Hilf, daß ich mit Fried und Freud
    mög von hinnen fahren heut;
    ach sei du mein Licht und Straße,
    mich mit Beistand nicht verlasse.
  7. Ob mir schon die Augen brechen,
    das Gehör auch gar verschwind’t,
    meine Zung nicht mehr kann sprechen,
    mein Verstand sich nicht besinnt,
    bist du doch mein Licht, mein Wort,
    Leben, Weg und Himmelspfort;
    du wirst selig mich regieren,
    die recht Bahn zum Himmel führen.
  8. Freu dich sehr, o meine Seele,
    und vergiß all Not und Qual,
    weil dich nun Christus, dein Herre,
    ruft aus diesem Jammertal.
    Seine Freud und Herrlichkeit
    sollst du sehn in Ewigkeit,
    mit den Engeln jubilieren,
    ewig, ewig triumphieren.
Gelobet seist du, Jesu Christ
  1. Gelobet seist du, Jesu Christ,
    dass du Mensch geboren bist
    von einer Jungfrau, das ist wahr;
    des freuet sich der Engel Schar.
    Kyrieleis.
  2. Des ewgen Vaters einig Kind
    jetzt man in der Krippe findt;
    in unser armes Fleisch und Blut
    verkleidet sich das ewig Gut.
    Kyrieleis.
  3. Den aller Welt Kreis nie beschloss,
    der liegt in Marien Schoß;
    er ist ein Kindlein worden klein,
    der alle Ding erhält allein. Kyrieleis.
  4. Das ewig Licht geht da herein,
    gibt der Welt ein neuen Schein;
    es leucht wohl mitten in der Nacht
    und uns des Lichtes Kinder macht.
    Kyrieleis.
  5. Der Sohn des Vaters, Gott von Art,
    ein Gast in der Welt hier ward
    und führt uns aus dem Jammertal,
    macht uns zu Erben in seim Saal.
    Kyrieleis.
  6. Er ist auf Erden kommen arm,
    dass er unser sich erbarm
    und in dem Himmel mache reich
    und seinen lieben Engeln gleich.
    Kyrieleis.
  7. Das hat er alles uns getan,
    sein groß Lieb zu zeigen an.
    Des freu sich alle Christenheit
    und dank ihm des in Ewigkeit.
    Kyrieleis.
Gelobt sei Gott im höchsten Thron
  1. Gelobt sei Gott im höchsten Thron
    samt Seinem eingebornen Sohn,
    der für uns hat genug getan.
    Halleluja, Halleluja, Halleluja.
  2. Des Morgens früh am dritten Tag,
    da noch der Stein am Grabe lag,
    erstand er frei ohn alle Klag.
    Halleluja, Halleluja, Halleluja.
  3. Der Engel sprach: „Nun fürcht‘ euch nicht;
    denn ich weiß wohl, was euch gebricht.
    Ihr sucht Jesus, den find’t ihr nicht.“
    Halleluja, Halleluja, Halleluja.
  4. „Er ist erstanden von dem Tod,
    hat überwunden alle Not;
    kommt, seht, wo Er gelegen hat.“
    Halleluja, Halleluja, Halleluja.
  5. Nun bitten wir Dich, Jesu Christ,
    weil Du vom Tod erstanden bist,
    verleihe, was uns selig ist.
    Halleluja, Halleluja, Halleluja.
  6. O mache unser Herz bereit,
    damit von Sünden wir befreit
    Dir mögen singen allezeit:
    Halleluja, Halleluja, Halleluja.
Gloria sei dir gesungen

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Siehe Evangelisches Gesangbuch Nr. 535.

Gott Lob, die Stund ist kommen
  1. Gott Lob, die Stund ist kommen,
    da ich werd aufgenommen
    ins schöne Paradeis!
    Ihr Eltern dürft nicht klagen;
    mit Freuden sollt ihr sagen:
    Dem Höchsten sei Lob, Ehr und Preis!
  2. Kurz ist mein irdisch Leben;
    ein bessers wird mir geben
    Gott in der Ewigkeit.
    Da werd ich nicht mehr sterben,
    in keiner Not verderben;
    mein Leben wird sein lauter Freud.
  3. Gott eilet mit den Seinen,
    lässt sie nicht lange weinen
    in diesem Tränental.
    Ein schnell und selig Sterben
    ist schnell und glücklich Erben
    des schönen Himmels Ehrensaal.
  4. Die Welt mag Netze stellen;
    mich wird sie nun nicht fällen,
    sie wird mir tun kein Leid.
    Denn wer kann den verletzen,
    den Christus wird versetzen
    ins Schloß vollkommner Sicherheit!
  5. Zuvor bracht ich euch Freude;
    jetzt, nun ich von euch scheide,
    betrübt sich euer Herz.
    Doch wenn ihr´s recht betrachtet
    und, was Gott tut, hoch achtet,
    wird sich bald lindern aller Schmerz.
  6. Gott zählet alle Stunden,
    er schlägt und heilet Wunden,
    er kennet jedermann.
    Nichts ist jemals geschehen,
    das er nicht vorgesehen;
    und was er tut, ist recht getan.
  7. Wenn ihr mich werdet finden
    vor Gott, frei aller Sünden,
    in weißer Seide stehn
    und tragen Siegespalmen
    in Händen und mit Psalmen
    des Herren Ruhm und Lob erhöhn,
  8. Da werdet ihr euch freuen;
    es wird euch herzlich reuen,
    dass ihr euch so betrübt.
    Wohl dem, der Gottes Willen
    gedenket zu erfüllen
    und ihm sich in Geduld ergibt!
  9. Ade, nun seid gesegnet!
    Was jetzund euch begegnet,
    ist andern auch geschehn;
    viel müssen´s noch erfahren.
    Nun, Gott woll euch bewahren!
    Dort wollen wir uns wiedersehn.
Großer Gott, wir loben dich
  1. Großer Gott, wir loben dich,
    Herr, wir preisen deine Stärke.
    Vor dir neigt die Erde sich
    und bewundert deine Werke.
    Wie du warst vor aller Zeit,
    so bleibst du in Ewigkeit.
  2. Alles, was dich preisen kann,
    Cherubim und Seraphinen,
    stimmen dir ein Loblied an,
    alle Engel, die dir dienen,
    rufen dir stets ohne Ruh:
    „Heilig, heilig, heilig!“ zu.
  3. Heilig, Herr Gott Zebaoth!
    Heilig, Herr der Himmelsheere!
    Starker Helfer in der Not!
    Himmel, Erde, Luft und Meere
    sind erfüllt von deinem Ruhm;
    alles ist dein Eigentum.
  4. Der Apostel heilger Chor,
    der Propheten hehre Menge
    schickt zu deinem Thron empor
    neue Lob- und Dankgesänge;
    der Blutzeugen lichte Schar
    lobt und preist dich immerdar.
  5. Dich, Gott Vater auf dem Thron,
    loben Große, loben Kleine.
    Deinem eingebornen Sohn
    singt die heilige Gemeinde,
    und sie ehrt den Heilgen Geist,
    der uns seinen Trost erweist.
  6. Du, des Vaters ewger Sohn,
    hast die Menschheit angenommen,
    bist vom hohen Himmelsthron
    zu uns auf die Welt gekommen,
    hast uns Gottes Gnad gebracht,
    von der Sünd uns frei gemacht.
  7. Durch dich steht das Himmelstor
    allen, welche glauben, offen;
    du stellst uns dem Vater vor,
    wenn wir kindlich auf dich hoffen;
    du wirst kommen zum Gericht,
    wenn der letzte Tag anbricht.
  8. Herr, steh deinen Dienern bei,
    welche dich in Demut bitten.
    Kauftest durch dein Blut uns frei,
    hast den Tod für uns gelitten;
    nimm uns nach vollbrachtem Lauf
    zu dir in den Himmel auf.
  9. Sieh dein Volk in Gnaden an.
    Hilf uns, segne, Herr, dein Erbe;
    leit es auf der rechten Bahn,
    dass der Feind es nicht verderbe.
    Führe es durch diese Zeit,
    nimm es auf in Ewigkeit.
  10. Alle Tage wollen wir
    dich und deinen Namen preisen
    und zu allen Zeiten dir
    Ehre, Lob und Dank erweisen.
    Rett aus Sünden, rett aus Tod,
    sei uns gnädig, Herre Gott!
  11. Herr, erbarm, erbarme dich.
    Lass uns deine Güte schauen;
    deine Treue zeige sich,
    wie wir fest auf dich vertrauen.
    Auf dich hoffen wir allein:
    lass uns nicht verloren sein.
Harre meine Seele
  1. Harre, meine Seele, harre des Herrn!
    Alles ihm befehle, hilft er doch so gern.
    Sei unverzagt, bald der Morgen tagt,
    und ein neuer Frühling folgt dem Winter nach.
    In allen Stürmen, in aller Not
    wird er dich beschirmen, der treue Gott.
  2. Harre, meine Seele, harre des Herrn!
    Alles ihm befehle, hilft er doch so gern.
    Wenn alles bricht, Gott verlässt uns nicht;
    größer als der Helfer ist die Not ja nicht.
    Ewige Treue, Retter in Not,
    rett auch unsre Seele, du treuer Gott!
  3. Harre, meine Seele, harre des Herrn!
    Alles ihm befehle, hilft er doch so gern.
    Bald höret auf unser Pilgerlauf,
    und die Klagen schweigen; Jesus nimmt uns auf.
    Nach allen Leiden, nach aller Not folgen
    ewge Freuden. Gelobt sei Gott!
Herr gib Frieden dieser Seele
  1. Herr, gib Frieden dieser Seele, nimm sie auf zum ewgen Licht.
    Schenk Erbarmen ihr und zähle, Vater, ihre Sünden nicht.
  2. Gib ihr, was dein Sohn erworben durch sein schweres Kreuz und Leid,
    durch den Tod, den er gestorben, Gnade für Gerechtigkeit.
  3. Wasche sie in deinem Blute, dass sie ohne Makel sei.
    Sein Verdienst komm ihr zugute, seine Liebe mach sie frei.
  4. Seiner lieben Mutter Schmerzen stellen wir dir bittend vor,
    wie sie mit verwundtem Herzen zu dem Kreuze blickt empor.
  5. Nimm durch deines Sohnes Leiden und durch seiner Mutter Schmerz,
    Vater, in die ewgen Freuden diese Seele himmelwärts.
Herr ich bin dein Eigentum
  1. Herr, ich bin dein Eigentum, dein ist ja mein Leben,
    mir zum Heil und dir zum Ruhm hast du mir`s gegeben.
    Väterlich führst du mich auf des Lebens Wegen
    meinem Ziel entgegen.
  2. Deine Treue wanket nicht, du wirst mein gedenken,
    wirst mein Herz in deinem Licht durch die Zeit hin lenken.
    So weiß ich, du hast mich in die Hand geschrieben,
    ewig mich zu lieben.
  3. Lehr mich in der Erdenzeit als ein Fremdling leben,
    nach des Himmels Herrlichkeit herzlich heimzustreben.
    Und mein Zelt in der Welt mag ich leicht verlassen,
    dich, Herr, zu umfassen.
  4. Gib auch, dass ich wachend sei, Herr, an deinem Tage,
    und das Licht der Gnaden treu durch mein Leben trage.
    Dass ich dann fröhlich kann dir am End der Zeiten,
    Herr, entgegenschreiten.
Herr, lehre uns, dass wir sterben müssen

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Siehe Evangelisches Gesangbuch Nr. 534 und Neues Gotteslob Nr. 508.

Herr, wie du willst, so schick's mit mir
  1. Herr, wie du willst, so schick´s mit mir
    im Leben und im Sterben;
    allein zu dir steht mein´ Begier,
    laß mich, Herr, nicht verderben.
    Erhalt mich nur in deiner Huld
    sonst, wie du willst; gib mir Geduld,
    denn dein Will ist der beste.
  2. Zucht, Ehr und Treu verleih mir, Herr,
    und Lieb zu deinem Worte;
    behüt mich, Herr, vor falscher Lehr
    und gib mir hier und dorte,
    was dienet mir zur Seligkeit;
    wend ab all Ungerechtigkeit
    in meinem ganzen Leben.
  3. Soll ich einmal nach deinem Rat
    von dieser Welt abscheiden,
    verleih mir, Herr, nur deine Gnad,
    daß es gescheh mit Freuden.
    Mein` Leib und Seel befehl ich dir;
    o Herr, ein seligs End gib mir
    durch Jesus Christus. Amen.
Herzlich lieb hab ich dich, o Herr
  1. Herzlich lieb hab ich dich, o Herr.
    Ich bitt, wollst sein von mir nicht fern
    mit deiner Güt und Gnaden.
    Die ganze Welt erfreut mich nicht,
    nach Erd und Himmel frag ich nicht,
    wenn ich nur dich kann haben.
    Und wenn mir gleich mein Herz zerbricht,
    so bist doch du mein Zuversicht,
    mein Teil und meines Herzens Trost,
    der mich durch sein Blut hat erlöst.
    Herr Jesu Christ, mein Gott und Herr,
    mein Gott und Herr,
    in Schanden laß mich nimmermehr.
  2. Es ist ja, Herr, dein G’schenk und Gab
    mein Leib und Seel und was ich habb in diesem armen Leben.
    Damit ich’s brauch zum Lobe dein,
    zu Nutz und Dienst des Nächsten mein,
    wollst mir dein Gnade geben.
    Behüt mich, Herr, vor falscher Lehr,
    des Satans Mord und Lügen wehr;
    in allem Kreuz erhalte mich,B auf daß ich’s trag geduldiglich.
    Herr Jesu Christ, mein Herr und Gott,
    mein Herr und Gott,
    tröst mir mein Herz in Todesnot.
  3. Ach Herr, laß dein lieb‘ Engelein
    an meinem End die Seele mein
    in Abrahams Schoß tragen.
    Der Leib in seim Schlafkämmerlein
    gar sanft ohn alle Qual und Pein
    ruh bis zum Jüngsten Tage.
    Alsdann vom Tod erwecke mich,
    daß meine Augen sehen dich
    in aller Freud, o Gottes Sohn,
    mein Heiland und mein Gnadenthron.
    Herr Jesu Christ, erhöre mich,
    erhöre mich.
    Ich will dich preisen ewiglich.
Ich bete an die Macht der Liebe
  1. Ich bete an die Macht der Liebe,
    Die sich in Jesu offenbart;
    Ich geb‘ mich hin dem freien Triebe,
    Wodurch ich Wurm geliebet ward;
    Ich will, anstatt an mich zu denken,
    Ins Meer der Liebe mich versenken.
  2. Für Dich sei ganz mein Herz und Leben,
    Mein süßer Gott, und all mein Gut!
    Für Dich hast Du mir’s nur gegeben;
    In Dir es nur und selig ruht.
    Hersteller meines schweren Falles,
    Für Dich sei ewig Herz und alles!
  3. Ich liebt und lebte recht im Zwange,
    Wie ich mir lebte ohne Dich;
    Ich wollte Dich nicht, ach so lange,
    Doch liebest Du und suchtest mich,
    Mich böses Kind asu bösem Samen,
    Im hohen, holden Jesusnamen.
  4. Des Vaterherzens tiefste Triebe
    In diesem Namen öffnen sich;
    Ein Brunn der Freude, Fried und Liebe
    Quillt nun so nah, so mildiglich.
    Mein Gott, wenns doch der Sünder wüßte!
    sein Herz alsbald Dich lieben müßte.
  5. Wie bist Du mir so zart gewogen,
    Wie verlangt Dein Herz nach mir!
    Durch Liebe sanft und tief gezogen,
    Neigt sich mein Alles auch zu Dir.
    Du traute Liebe, gutes Wesen,
    Du hast mich und ich Dich erlesen.
  6. Ich fühls, Du bist’s, Dich muß ich haben,
    Ich fühls, ich muß für Dich nur sein;
    Nicht im Geschöpf, nicht in den Gaben,
    Mein Ruhplatz ist in Dir allein.
    Hier ist die Ruh, hier ist Vergnügen;
    Drum folg ich Deinen selgen Zügen.
  7. Ehr sei dem hohen Jesusnamen,
    In dem der Liebe Quell entspringt,
    Von dem hier alle Bächlein kamen,
    Aus dem der Selgen Schar dort trinkt.
    Wie beugen sie sich ohne Ende!
    Wie falten sie die frohen Hände!
  8. O Jesu, daß Dein Name bliebe
    Im Grunde tief gedrücket ein!
    Möcht Deine süße Jesusliebe
    In Herz und Sinn gepräget sein!
    Im Wort, im Werk, in allem Wesen
    Sei Jesus und sonst nichts zu lesen.
Ich bin durch die Welt gegangen
  1. Ich bin durch die Welt gegangen, und die Welt ist schön und groß,
    und doch ziehet mein Verlangen mich weit von der Erde los.
  2. Ich habe die Menschen gesehen, und sie suchen spät und früh,
    sie schaffen, sie kommen und gehen, und ihr Leben ist Arbeit und Müh.
  3. Sie suchen, was sie nicht finden, in Liebe und Ehre und Glück,
    und sie kommen belastet mit Sünden und unbefriedigt zurück.
  4. Es ist eine Ruh vorhanden für das arme müde Herz;
    sagt es laut in allen Landen :
    Hier ist gestillet der Schmerz.
  5. Es ist eine Ruh gefunden für alle, fern und nah,
    in des Gotteslammes Wunden,
    am Kreuze auf Golgatha.
Ich bin ein Gast auf Erden
  1. Ich bin ein Gast auf Erden und hab hier keinen Stand;
    der Himmel soll mir werden, da ist mein Vaterland.
    Hier reis ich bis zum Grabe; dort in der ewgen Ruh
    ist Gottes Gnadengabe, die schließt all Arbeit zu.
  2. Was ist mein ganzes Wesen von meiner Jugend an
    als Müh und Not gewesen? Solang ich denken kann,
    hab ich so manchen Morgen, so manche liebe Nacht
    mit Kummer und mit Sorgen des Herzens zugebracht.
  3. Mich hat auf meinen Wegen manch harter Sturm erschreckt;
    Blitz, Donner, Wind und Regen hat mir manch Angst erweckt;
    Verfolgung, Haß und Neiden, ob ich’s gleich nicht verschuld’t,
    hab ich doch müssen leiden und tragen mit Geduld.
  4. So ging’s den lieben Alten, an deren Fuß und Pfad
    wir uns noch täglich halten, wenn’s fehlt am guten Rat;
    sie zogen hin und wieder, ihr Kreuz war immer groß,
    bis daß der Tod sie nieder legt in des Grabes Schoß.
  5. Ich habe mich ergeben in gleiches Glück und Leid;
    was will ich besser leben als solche großen Leut?
    Es muß ja durchgedrungen, es muß gelitten sein;
    wer nicht hat wohl gerungen, geht nicht zur Freud hinein.
  6. So will ich zwar nun treiben mein Leben durch die Welt,
    doch denk ich nicht zu bleiben in diesem fremden Zelt.
    Ich wandre meine Straße, die zu der Heimat führt,
    da mich ohn alle Maße mein Vater trösten wird.
  7. Mein Heimat ist dort droben, da aller Engel Schar
    den großen Herrscher loben, der alles ganz und gar
    in seinen Händen träget und für und für erhält,
    auch alles hebt und leget, wie es ihm wohlgefällt.
  8. Zu dem steht mein Verlangen, da wollt ich gerne hin;
    die Welt bin ich durchgangen, daß ich’s fast müde bin.
    Je länger ich hier walle, je wen’ger find ich Freud,
    die meinem Geist gefalle; das meist ist Herzeleid.
  9. Die Herberg ist zu böse, der Trübsal ist zu viel.
    Ach komm, mein Gott, und löse mein Herz, wenn dein Herz will;
    komm, mach ein seligs Ende an meiner Wanderschaft,
    und was mich kränkt, das wende durch deinen Arm und Kraft.
  10. Wo ich bisher gesessen, ist nicht mein rechtes Haus.
    Wenn mein Ziel ausgemessen, so tret ich dann hinaus;
    und was ich hier gebrauchet, das leg ich alles ab,
    und wenn ich ausgehauchet, so scharrt man mich ins Grab.
  11. Du aber, meine Freude, du meines Lebens Licht,
    du ziehst mich, wenn ich scheide, hin vor dein Angesicht
    ins Haus der ewgen Wonne, da ich stets freudenvoll
    gleich wie die helle Sonne mit andern leuchten soll.
  12. Da will ich immer wohnen – und nicht nur als ein Gast –
    bei denen, die mit Kronen du ausgeschmücket hast;
    da will ich herrlich singen von deinem großen Tun
    und frei von schnöden Dingen in meinem Erbteil ruhn.
Ich steh an deiner Krippen hier
  1. Ich steh‘ an deiner Krippe hier,
    o Jesu, du mein Leben;
    ich komme, bring‘ und schenke dir,
    was du mir hast gegeben.
    Nimm hin, es ist mein geist und Sinn,
    Herz, Seel‘ und Mut, nimm alles hin
    und laß dir’s wohl gefallen.
  2. Da ich noch nicht geboren war,
    da bist du mir geboren
    und hast dich mir zu eigen gar,
    eh’ ich dich kannt’, erkoren.
    Eh’ ich durch deine Hand gemacht,
    da hast du schon bei dir bedacht,
    wie du mein wolltest werden.
  3. Ich lag in tiefer Todesnacht,
    du warest meine Sonne,
    die Sonne, die mir zugebracht
    Licht, Leben, Freud’ und Wonne.
    O Sonne, die das werte Licht
    des Glaubens in mir zugericht’,
    wie schön sind deine Strahlen.
  4. Ich sehe dich mit Freuden an
    und kann mich nicht satt sehen;
    und weil ich nun nichts weiter kann,
    bleib’ ich anbetend stehen.
    O daß mein Sinn ein Abgrund wär’
    und meine Seel’ ein weites Meer,
    daß ich dich möchte fassen.
Ich steh in meines Herren Hand
  1. Ich steh in meines Herren Hand
    und will drin stehen bleiben;
    nicht Erdennot, nicht Erdentand
    soll mich daraus vertreiben.
    Und wenn zerfällt die ganze Welt,
    wer sich an ihn und wen er hält,
    wird wohlbehalten bleiben.
  2. Er ist ein Fels, ein sichrer Hort,
    und Wunder sollen schauen,
    die sich auf sein wahrhaftig Wort
    verlassen und ihm trauen.
    Er hat’s gesagt, und darauf wagt
    mein Herz es froh und unverzagt
    und läßt sich gar nicht grauen.
  3. Und was er mit mir machen will,
    ist alles mir gelegen;
    ich halte ihm im Glauben still
    und hoff auf seinen Segen;
    denn was er tut, ist immer gut,
    und wer von ihm behütet ruht,
    ist sicher allerwegen.
  4. Ja, wenn’s am schlimmsten mit mir steht,
    freu ich mich seiner Pflege;
    ich weiß, die Wege, die er geht,
    sind lauter Wunderwege.
    Was böse scheint, ist gut gemeint;
    er ist doch nimmermehr mein Fein
    und gibt nur Liebesschläge.
  5. Und meines Glaubens Unterpfand
    ist, was er selbst verheißen:
    daß nichts mich seiner starken Hand
    soll je und je entreißen.
    Was er verspricht, das bricht er nicht;
    er bleibet meine Zuversicht.
    Ich will ihn ewig preisen.
Ich weiß, woran ich glaube
  1. Ich weiß, woran ich glaube, ich weiß, was fest besteht,
    wenn alles hier im Staube wie Sand und Staub verweht;
    ich weiß, was ewig bleibet, wo alles wankt und fällt,
    wo Wahn die Weisen treibet und Trug die Klugen prellt.
  2. Ich weiß, was ewig dauert, ich weiß, was nimmer lässt;
    auf ewgen Grund gemauert steht diese Schutzwehr fest.
    Es sind des Heilands Worte, die Worte fest und klar;
    an diesem Felsenhorte halt ich unwandelbar.
  3. Auch kenn ich wohl den Meister, der mir die Feste baut;
    er heißt der Fürst der Geister, auf den der Himmel schaut,
    vor dem die Seraphinen anbetend niederknien,
    um den die Engel dienen: ich weiß und kenne ihn.
  4. Das ist das Licht der Höhe, das ist der Jesus Christ,
    der Fels, auf dem ich stehe, der diamanten ist,
    der nimmermehr kann wanken, der Heiland und der Hort,
    die Leuchte der Gedanken, die leuchtet hier und dort.
  5. So weiß ich, was ich glaube, ich weiß, was fest besteht
    und in dem Erdenstaube nicht mit als Staub verweht;
    ich weiß, was in dem Grauen des Todes ewig bleibt
    und selbst auf Erdenauen schon Himmelsblumen treibt.
Ich wollt, dass ich daheime wär
  1. Ich wollt, dass ich daheime wär
    und aller Welte Trost entbehr.
  2. Ich mein, daheim im Himmelreich,
    da ich Gott schaue ewiglich.
  3. Wohlauf, mein Seel, und richt dich dar,
    dort wartet dein der Engel Schar.
  4. Denn alle Welt ist dir zu klein,
    du kommest denn erst wieder heim.
  5. Daheim ist Leben ohne Tod
    und ganze Freude ohne Not.
  6. Da sind doch tausend Jahr wie heut
    und nichts, was dich verdrießt und reut.
  7. Wohlauf, mein Herz und all mein Mut,
    und such das Gut ob allem Gut!
  8. Was das nicht ist, das schätz gar klein
    und sehn dich allzeit wieder heim.
  9. Du hast doch hier kein Bleiben nicht,
    ob´s morgen oder heut geschieht.
  10. Da es denn anders nicht mag sein,
    so flieh der Welte falschen Schein.
  11. Bereu dein Sünd und bessre dich,
    als wolltst du morgn gen Himmelreich.
  12. Ade, Welt, Gott gesegne dich!
    Ich fahr dahin gen Himmelreich.
Im Frieden dein, o Herre mein
  1. Im Frieden dein, oh Herre mein,
    lass ziehn mich meine Straßen.
    Wie mir dein Mund gegeben kund,
    schenkst Gnad du ohne Maßen,
    hast mein Gesicht das sel’ge Licht,
    den Heiland schauen lassen.
  2. Mir armem Gast bereitet hast
    das rechte Mahl der Gnaden.
    Das Lebensbrot stillt Hungers Not,
    heilt meiner Seele Schaden.
    Ob solchem Gut jauchzt Sinn und Mut
    mit alln, die du geladen.
  3. O Herr, verleih, dass Lieb und Treu
    in dir uns all verbinden,
    dass Hand und Mund zu jeder Stund
    dein Freundlichkeit verkünden,
    bis nach der Zeit der Platz bereit‘
    an deinem Tisch wir finden.
In dir ist Freude, in allem Leide
  1. In dir ist Freude in allem Leide,
    o du süßer Jesu Christ!
    Durch dich wir haben himmlische Gaben,
    du der wahre Heiland bist;
    hilfest von Schanden, rettest von Banden.
    Wer dir vertrauet, hat wohl gebauet,
    wird ewig bleiben. Halleluja.
    Zu deiner Güte steht unser G’müte,
    an dir wir kleben im Tod und Leben;
    nichts kann uns scheiden. Halleluja.
  2. Wenn wir dich haben, kann uns nicht schaden
    Teufel, Welt, Sünd oder Tod;
    du hast’s in Händen, kannst alles wenden,
    wie nur heißen mag die Not.
    Drum wir dich ehren, dein Lob vermehren
    mit hellem Schalle, freuen uns alle
    zu dieser Stunde. Halleluja.
    Wir jubilieren und triumphieren,
    lieben und loben dein Macht dort droben
    mit Herz und Munde. Halleluja.
Ja, ich will euch tragen
  1. Ja, ich will euch tragen bis zum Alter hin.
    Und ihr sollt einst sagen, dass ich gnädig bin.
  2. Stets will ich euch tragen recht nach Retterart.
    Wer sah mich versagen, wo gebetet ward?
  3. Denkt der vor’gen Zeiten, wie, der Väter Schar
    voller Huld zu leiten, ich am Werke war.
  4. Denkt der frühern Jahre, wie auf eurem Pfad
    euch das Wunderbare immer noch genaht.
  5. Lasst nun euer Fragen, Hilfe ist genug.
    Ja, ich will euch tragen, wie ich immer trug.
Jerusalem, du hochgebaute Stadt
  1. Jerusalem, du hochgebaute Stadt,
    wollt Gott, ich wär in dir!
    Mein sehnend Herz so groß Verlangen hat
    und ist nicht mehr bei mir.
    Weit über Berg und Tale,
    weit über Flur und Feld
    schwingt es sich über alle
    und eilt aus dieser Welt.
  2. O schöner Tag und noch viel schönre Stund,
    wann wirst du kommen schier,
    da ich mit Lust, mit freiem Freudenmund
    die Seele geb von mir
    in Gottes treue Hände
    zum auserwählten Pfand,
    dass sie mit Heil anlände
    in jenem Vaterland.
  3. O Ehrenburg, nun sei gegrüßet mir,
    tu auf die Gnaden Pfort!
    Wie große Zeit hat mich verlangt nach dir,
    eh ich gekommen fort
    aus jenem bösen Leben,
    aus jener Nichtigkeit,
    und mir Gott hat gegeben
    das Erb der Ewigkeit.
  4. Was für ein Volk, was für ein edle Schar
    kommt dort gezogen schon?
    Was in der Welt von Auserwählten war,
    seh ich: sie sind die Kron,
    die Jesus mir, der Herre,
    entgegen hat gesandt,
    da ich noch war so ferne
    in meinem Tränenland.
  5. Propheten groß und Patriarchen hoch,
    auch Christen insgemein,
    alle, die einst trugen des Kreuzes Joch
    und der Tyrannen Pein,
    schau ich in Ehren schweben,
    in Freiheit überall,
    mit Klarheit hell umgeben,
    mit sonnenlichtem Strahl.
  6. Wenn dann zuletzt ich angelanget bin
    im schönen Paradeis,
    von höchster Freud erfüllet wird der Sinn,
    der Mund von Lob und Preis.
    Das Halleluja reine
    man spielt in Heiligkeit,
    das Hosianna feine
    ohn End‘ in Ewigkeit
  7. mit Jubelklang, mit Instrumenten schön,
    in Chören ohne Zahl,
    dass von dem Schall und von dem süßen Ton
    sich regt der Freundensaal,
    mit hundertausend Zungen,
    mit Stimmen noch viel mehr,
    wie von Anfang gesungen
    das große Himmelsheer.
Jesu, geh voran
  1. Jesu, geh voran
    auf der Lebensbahn!
    Und wir wollen nicht verweilen,
    dir getreulich nachzueilen;
    führ uns an der Hand
    bis ins Vaterland.
  2. Soll’s uns hart ergehn,
    lass uns feste stehn
    und auch in den schwersten Tagen
    niemals über Lasten klagen;
    denn durch Trübsal hier
    geht der Weg zu dir.
  3. Rühret eigner Schmerz
    irgend unser Herz,
    kümmert uns ein fremdes Leiden,
    o so gib Geduld zu beiden;
    richte unsern Sinn
    auf das Ende hin.
  4. Ordne unsern Gang,
    Jesu, lebenslang.
    Führst du uns durch rauhe Wege,
    gib uns auch die nöt’ge Pflege;
    tu uns nach dem Lauf
    deine Türe auf.
Jesu, meine Freude
  1. Jesu, meine Freude, / meines Herzens Weide, / Jesu, meine Zier,
    ach wie lang, ach lange / ist dem Herzen bange / und verlangt nach dir!
    Gottes Lamm, mein Bräutigam, / außer dir soll mir auf Erden / nichts sonst Liebers werden.
  2. Unter deinem Schirmen / bin ich vor den Stürmen / aller Feinde frei.
    Laß den Satan wettern, / laß die Welt erzittern, / mir steht Jesus bei.
    Ob es jetzt gleich kracht und blitzt, / ob gleich Sund und Hölle schrecken, / Jesus will mich decken.
  3. Trotz dem alten Drachen, / trotz dem Todesrachen, / trotz der Furcht dazu!
    Tobe, Welt, und springe; / ich steh hier und singe / in gar sichrer Ruh.
    Gottes Macht hält mich in acht; / Erd und Abgrund muß verstummen, / ob sie noch so brummen.
  4. Weg mit allen Schätzen! / Du bist mein Ergötzen, / Jesu, meine Lust.
    Weg, ihr eitlen Ehren, / ich mag euch nicht hören, / bleibt mir unbewußt!
    Elend, Not, Kreuz, Schmach und Tod / soll mich, ob ich viel muß leiden, / nicht von Jesu scheiden.
  5. Gute Nacht, o Wesen, / das die Welt erlesen, / mir gefällst du nicht!
    Gute Nacht, ihr Sünden, / bleibet weit dahinten, / kommt nicht mehr ans Licht!
    Gute Nacht, du Stolz und Pracht; / dir sei ganz, du Lasterleben, / gute Nacht gegeben!
  6. Weicht, ihr Trauergeister! / denn mein Freudenmeister, / Jesus, tritt herein.
    Denen, die Gott lieben, / muß auch ihr Betrüben / lauter Freude sein.
    Duld ich schon hier Spott und Hohn, / dennoch bleibst du auch im Leide, / Jesu, meine Freude.
Jesu, meines Lebens Leben
  1. Jesu, meines Lebens Leben,
    Jesu, meines Todes Tod,
    der du dich für mich gegeben
    in die tiefste Seelennot,
    in das äußerste Verderben,
    nur dass ich nicht möchte sterben:
    Tausend-, tausendmal sei dir,
    liebster Jesu, Dank dafür.
  2. Du, ach du hast ausgestanden
    Lästerreden, Spott und Hohn,
    Speichel, Schläge, Strick und Banden,
    du gerechter Gottessohn,
    nur mich Armen zu erretten
    von des Teufels Sündenketten.
    Tausend-, tausendmal sei dir,
    liebster Jesu, Dank dafür.
  3. Du hast lassen Wunden schlagen,
    dich erbärmlich richten zu,
    um zu heilen meine Plagen,
    um zu setzen mich in Ruh;
    ach du hast zu meinen Segen
    lassen dich mit Fluch belegen.
    Tausend-, tausendmal sei dir,
    liebster Jesu, Dank dafür.
  4. Man hat dich sehr hart verhöhnet,
    dich mit großem Schimpf belegt,
    gar mit Dornen dich gekrönet:
    was hat dich dazu bewegt?
    Dass du möchtest mich ergötzen,
    mir die Ehrenkron aufsetzen.
    Tausend-, tausendmal sei dir,
    liebster Jesu, Dank dafür.
  5. Du hast wollen sein geschlagen,
    zu befreien mich von Pein,
    fälschlich lassen dich anklagen,
    dass ich könnte sicher sein;
    dass ich möge Trost erlangen,
    hast du ohne Trost gehangen.
    Tausend-, tausendmal sei dir,
    liebster Jesu, Dank dafür.
  6. Du hast dich in Not gestecket,
    hast gelitten mit Geduld,
    gar den herben Tod geschmecket,
    um zu büßen meine Schuld;
    dass ich würde losgezählet,
    hast du wollen sein gequälet.
    Tausend-, tausendmal sei dir,
    liebster Jesu, Dank dafür.
  7. Deine Demut hat gebüßet
    meinen Stolz und Übermut,
    dein Tod meinen Tod versüßet;
    es kommt alles mir zugut.
    Dein Verspotten, dein Verspeien
    muss zu Ehren mir gedeihen.
    Tausend-, tausendmal sei dir,
    liebster Jesu, Dank dafür.
  8. Nun, ich danke dir von Herzen,
    Herr, für die gesamte Not:
    für die Wunden, für die Schmerzen,
    für den herben, bittern Tod;
    für dein Zittern, für dein Zagen,
    für dein tausendfaches Plagen,
    für dein Angst und tiefe Pein
    will ich ewig dankbar sein.
Jesus lebt, mit ihm auch ich
  1. Jesus lebt, mit ihm auch ich! Tod, wo sind nun deine Schrecken?
    Er, er lebt und wird auch mich von den Toten auferwecken.
    Er verklärt mich in sein Licht; dies ist meine Zuversicht.
  2. Jesus lebt! Ihm ist das Reich über alle Welt gegeben;
    mit ihm werd auch ich zugleich ewig herrschen, ewig leben.
    Gott erfüllt, was er verspricht; dies ist meine Zuversicht.
  3. Jesus lebt! Wer nun verzagt, lästert ihn und Gottes Ehre.
    Gnade hat er zugesagt, dass der Sünder sich bekehre.
    Gott verstößt in Christus nicht; dies ist meine Zuversicht.
  4. Jesus lebt! Sein Heil ist mein, sein sei auch mein ganzes Leben;
    reines Herzens will ich sein und den Lüsten widerstreben.
    Er verlässt den Schwachen nicht; dies ist meine Zuversicht.
  5. Jesus lebt! Ich bin gewiss, nichts soll mich von Jesus scheiden,
    keine Macht der Finsternis, keine Herrlichkeit, kein Leiden.
    Er gibt Kraft zu dieser Pflicht; dies ist meine Zuversicht.
  6. Jesus lebt! Nun ist der Tod mir der Eingang in das Leben.
    Welchen Trost in Todesnot wird er meiner Seele geben,
    wenn sie gläubig zu ihm spricht: Herr, Herr, meine Zuversicht!
Jesus, dir leb ich
  1. Jesus, dir leb ich. Jesus, dir sterb ich.
    Jesus, dein bin ich im Leben und im Tod.
  2. Oh sei uns gnädig, sei uns barmherzig,
    führ uns, o Jesus, in deine Seligkeit
Jesus, meine Zuversicht
  1. Jesus, meine Zuversicht und mein Heiland, ist im Leben.
    Dieses weiß ich; sollt ich nicht darum mich zufrieden geben,
    was die lange Todesnacht mir auch für Gedanken macht?
  2. Jesus, er mein Heiland, lebt; ich werd auch das Leben schauen,
    sein, wo mein Erlöser schwebt. Warum sollte mir denn grauen?
    Lässet auch ein Haupt sein Glied, welches es nicht nach sich zieht?
  3. Ich bin durch der Hoffnung Band zu genau mit ihm verbunden,
    meine starke Glaubenshand wird in ihn gelegt befunden,
    dass mich auch kein Todesbann ewig von ihm trennen kann.
  4. Seid getrost und hocherfreut, Jesus trägt euch, meine Glieder.
    Gebt nicht statt der Traurigkeit; sterbt ihr, Christus ruft euch wieder,
    wenn die letzt Posaun erklingt, die auch durch die Gräber dringt.
Komm, Herr, segne uns

Der Text dieses Liedes ist urheberrechtlich geschützt.

Siehe Evangelisches Gesangbuch Nr. 170 und Neues Gotteslob Nr. 451.

Lass mich dein sein und bleiben

Lass mich Dein sein und bleiben,
Du treuer Gott und Herr,
von Dir laß mich nichts treiben,
halt mich bei Deiner Lehr.
Herr, lass mich nur nicht wanken,
gib mir Beständigkeit,
dafür will ich Dir danken in alle Ewigkeit.

Lasst mich gehen, lasst mich gehen
  1. Laßt mich gehn, laßt mich gehn,
    daß ich Jesum möge sehn!
    Meine Seel ist voll Verlangen,
    Ihn auf ewig zu umfangen
    und vor seinem Thron zu stehn.
  2. Süßes Licht, süßes Licht,
    Sonne, die durch Wolken bricht:
    o wann werd ich dahin kommen,
    daß ich dort mit allen Frommen
    schau dein holdes Angesicht?
  3. Ach wie schön, ach wie schön
    ist der Engel Lobgetön!
    Hätt ich Flügel, hätt ich Flügel,
    flög ich über Tal und Hügel
    heute noch nach Zions Höhn!
  4. Wie wird’s sein, wie wird’s sein,
    wenn ich zieh in Salem ein,
    in die Stadt der goldnen Gassen!
    Herr, mein Gott, ich kann’s nicht fassen,
    was wird das für Wonne sein!
  5. Paradies, Paradies,
    wie ist deine Frucht so süß!
    Unter deinen Lebensbäumen
    wird’s uns sein, als ob wir träumen.
    Bring uns, Herr, ins Paradies
Lobe den Herren, den mächtigen König
  1. Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren,
    meine geliebete Seele, das ist mein Begehren.
    Kommet zuhauf, Psalter und Harfe, wacht auf,
    lasset den Lobgesang hören!
  2. Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret,
    der dich auf Adelers Fittichen sicher geführet,
    der dich erhält, wie es dir selber gefällt;
    hast du nicht dieses verspüret?
  3. Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet,
    der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet.
    In wieviel Not hat nicht der gnädige Gott
    über dir Flügel gebreitet!
  4. Lobe den Herren, der sichtbar dein Leben gesegnet,
    der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet.
    Denke daran, was der Allmächtige kann,
    der dir mit Liebe begegnet!
  5. Lobe den Herren, was in mir ist, lobe den Namen.
    Alles, was Odem hat, lobe mit Abrahams Samen.
    Er ist dein Licht, Seele, vergiß es ja nicht.
    Lob ihn in Ewigkeit! Amen.
Lobt Gott, ihr Christen alle gleich
  1. Lobt Gott, ihr Christen alle gleich,
    in seinem höchsten Thron,
    der heut schließt auf sein Himmelreich
    und schenkt uns seinen Sohn,
    und schenkt uns seinen Sohn.
  2. Er kommt aus seines Vaters Schoß
    und wird ein Kindlein klein,
    er liegt dort elend, nackt und bloß
    in einem Krippelein,
    in einem Krippelein.
  3. Er entäußert sich all seiner G’walt,
    wird niedrig und gering
    und nimmt an eines Knechts Gestalt,
    der Schöpfer aller Ding,
    der Schöpfer aller Ding.
  4. Er wechselt mit uns wunderlich:
    Fleisch und Blut nimmt er an
    und gibt uns in seins Vaters Reich
    die klare Gottheit dran,
    die klare Gottheit dran.
  5. Er wird ein Knecht und ich ein Herr;
    das mag ein Wechsel sein!
    Wie könnt es doch sein freundlicher,
    das herze Jesulein,
    das herze Jesulein!
  6. Heut schließt er wieder auf die Tür
    zum schönen Paradeis;
    der Cherub steht nicht mehr dafür.
    Gott sei Lob, Ehr und Preis,
    Gott sei Lob, Ehr und Preis!
Mach's mit mir, Gott, nach deiner Güt'
  1. Machs´s mit mir, Gott, nach deiner Güt,
    hilf mir in meinem Leiden;
    ruf ich dich an, versag mir´s nicht:
    Wenn sich mein Seel will scheiden,
    so nimm sie Herr, in deine Händ;
    ist alles gut, wenn gut das End.
  2. Gern will ich folgen, liebster Herr,
    du lässt mich nicht verderben.
    Ach du bist doch von mir nicht fern,
    wenn ich gleich hier muss sterben,
    verlassen meine liebsten Freund,
    die´s mit mir herzlich gut gemeint.
  3. Ruht doch der Leib sanft in der Erd,
    die Seel zu dir sich schwinget;
    in deiner Hand sie unversehrt
    durch Tod ins Leben dringet.
    Hier ist doch nur ein Tränental,
    Angst, Not, Müh, Arbeit überall.
  4. Tod, Teufel, Höll, die Welt und Sünd
    mir können nicht mehr schaden;
    an dir, o Herr, ich Rettung find,
    ich tröst mich deiner Gnaden.
    Dein ein´ger Sohn aus Lieb und Huld
    für mich bezahlt hat alle Schuld.
  5. Was wollt ich denn lang traurig sein,
    weil ich so wohl bestehe,
    bekleid´t mit Christi Unschuld rein
    wie eine Braut hergehe?
    Gehab dich wohl, du schnöde Welt,
    bei Gott zu leben mir gefällt.
Macht hoch die Tür
  1. Macht hoch die Tür, die Tor macht weit;
    es kommt der Herr der Herrlichkeit,
    ein König aller Königreich,
    ein Heiland aller Welt zugleich,
    der Heil und Leben mit sich bringt;
    derhalben jauchzt, mit Freuden singt:
    Gelobet sei mein Gott,
    mein Schöpfer reich von Rat.
  2. Er ist gerecht, ein Helfer wert;
    Sanftmütigkeit ist sein Gefährt,
    sein Königskron ist Heiligkeit,
    sein Zepter ist Barmherzigkeit;
    all unsre Not zum End er bringt,
    derhalben jauchzt, mit Freuden singt:
    Gelobet sei mein Gott,
    mein Heiland groß von Tat.
  3. O wohl dem Land, o wohl der Stadt,
    so diesen König bei sich hat.
    Wohl allen Herzen insgemein,
    da dieser König ziehet ein.
    Er ist die rechte Freudensonn,
    bringt mit sich lauter Freud und Wonn.
    Gelobet sei mein Gott,
    mein Tröster früh und spat.
  4. Macht hoch die Tür, die Tor macht weit,
    eu’r Herz zum Tempel zubereit‘.
    Die Zweiglein der Gottseligkeit
    steckt auf mit Andacht, Lust und Freud;
    so kommt der König auch zu euch,
    ja, Heil und Leben mit zugleich.
    Gelobet sei mein Gott,
    voll Rat, voll Tat, voll Gnad.
  5. Komm, o mein Heiland Jesu Christ,
    meins Herzens Tür dir offen ist.
    Ach zieh mit deiner Gnade ein;
    dein Freundlichkeit auch uns erschein.
    Dein Heilger Geist uns führ und leit
    den Weg zur ewgen Seligkeit.
    Dem Namen dein, o Herr,
    sei ewig Preis und Ehr.
Maria breit den Mantel aus
  1. Maria, breit den Mantel aus,
    mach Schirm und Schild für uns daraus;
    lass uns darunter sicher stehn,
    bis alle Stürm vorüber gehn.
    Patronin voller Güte,
    uns allezeit behüte.
  2. Dein Mantel ist sehr weit und breit,
    er deckt die ganze Christenheit,
    er deckt die weite, weite Welt,
    ist aller Zuflucht und Gezelt.
    Patronin voller Güte,
    uns allezeit behüte.
  3. Maria, hilf der Christenheit,
    dein Hilf erzeig uns allezeit;
    komm uns zur Hilf in allem Streit,
    verjag die Feind all von uns weit.
    Patronin voller Güte,
    uns allezeit behüte.
  4. O Mutter der Barmherzigkeit,
    den Mantel über uns ausbreit;
    uns all darunter wohl bewahr
    zu jeder Zeit in aller Gfahr.
    Patronin voller Güte,
    uns allezeit behüte.
Maria dich lieben
  1. Maria dich lieben, ist allzeit mein Sinn;
    dir wurde die Fülle der Gnaden verliehn:
    du Jungfrau, auf dich hat der Geist sich gesenkt;
    du Mutter hast uns den Erlöser geschenkt.
  2. Dein Herz war der Liebe des Höchsten geweiht;
    du warst für die Botschaft des Engels bereit.
    Du sprachst: Mir geschehe, wie du es gesagt.
    Dem Herr will ich dienen, ich bin deine Magd.
  3. Du Frau aus dem Volke, von Gott ausersehn.
    dem Heiland auf Erden zur Seite zu stehn,
    kennst Arbeit und Sorge ums tägliche Brot,
    die Mühsal des Lebens in Armut und Not.
  4. Du hast unterm Kreuze auf Jesus geschaut;
    er hat dir den Jünger als Sohn anvertraut.
    Du Mutter der Schmerzen, o mach uns bereit,
    bei Jesus zu stehen, in Kreuz und in Leid.
  5. Du Mutter der Gnaden, o reich uns die Hand
    auf all unsern Wegen durchs irdische Land.
    Hilf uns, deinen Kindern, in Not und Gefahr;
    mach allen, die suchen, den Sohn offenbar.
  6. Von Gott über Engel und Menschen gestellt
    erfleh uns das Heil und den Frieden der Welt.
    Du Freude der Erde, du himmlische Zier:
    du bist voll der Gnade, der Herr ist mit dir.
Meerstern, ich dich grüße
  1. Meerstern, ich dich grüße, o Maria, hilf,
    Gottesmutter, süße, o Maria, hilf!
    Maria, hilf uns allen aus unsrer tiefen Not!
  2. Rose ohne Dornen, o Maria, hilf,
    du von Gott Erkorne, o Maria, hilf!
    Maria, hilf uns allen aus unsrer tiefen Not!
  3. Lilie ohnegleichen, o Maria, hilf,
    dir die Engel weichen, o Maria, hilf!
    Maria, hilf uns allen aus unsrer tiefen Not!
  4. Quelle aller Freuden, o Maria, hilf,
    Trösterin in Leiden, o Maria, hilf!
    Maria, hilf uns allen aus unsrer tiefen Not!
  5. Dich als Mutter zeige, o Maria, hilf,
    gnädig uns zuneige, o Maria, hilf!
    Maria, hilf uns allen aus unsrer tiefen Not!
  6. Gib ein reines Leben, o Maria, hilf,
    sichre Reis‘ daneben, o Maria, hilf!
    Maria, hilf uns allen aus unsrer tiefen Not!
  7. Dass wir Jesum sehen, o Maria, hilf,
    fröhlich vor ihm stehen, o Maria, hilf!
    Maria, hilf uns allen aus unsrer tiefen Not!
Meinen Jesus lass ich nicht
  1. Meinen Jesum lass ich nicht;
    weil er sich für mich gegeben,
    so erfordert meine Pflicht,
    unverrückt für ihn zu leben.
    Er ist meines Lebens Licht:
    Meinen Jesum lass ich nicht.
  2. Jesum lass ich nimmer nicht,
    weil ich soll auf Erden leben;
    ihm hab ich voll Zuversicht,
    was ich bin und hab, ergeben.
    Alles ist auf ihn gericht‘:
    Meinen Jesum lass ich nicht.
  3. Lass vergehen das Gesicht,
    Hören, Schmecken, Fühlen weichen;
    lass das letzte Tageslicht
    mich auf dieser Welt erreichen;
    wenn der Lebensfaden bricht:
    Meinen Jesum lass ich nicht.
  4. Ich werd ihn auch lassen nicht,
    wenn ich nun dahin gelanget,
    wo vor seinem Angesicht
    meiner Väter Glaube pranget.
    Mich erfreut sein Angesicht:
    Meinen Jesum lass ich nicht.
  5. Nicht nach Welt, nach Himmel nicht
    meine Seel sich wünscht und sehnet;
    Jesum wünscht sie und sein Licht,
    der mich hat mit Gott versöhnet,
    mich befreiet vom Gericht:
    Meinen Jesum lass ich nicht.
  6. Jesum lass ich nicht von mir,
    geh ihm ewig an der Seiten;
    Christus wird mich für und für
    zu der Lebensquelle leiten.
    Selig, wer mit mir so spricht:
    Meinen Jesum lass ich nicht.
Meine schönste Zier und Kleinod
  1. Mein schönste Zier und Kleinod bist
    auf Erden Du, Herr Jesu Christ;
    Dich will ich lassen walten
    und allezeit in Lieb und Leid
    in meinem Herzen halten.
  2. Dein Lieb und Treu vor allem geht,
    kein Ding auf Erd so fest besteht;
    solchs muss man frei bekennen.
    Drum soll nicht Tod, nicht Angst, nicht Not
    von Deiner Lieb mich trennen.
  3. Dein Wort ist wahr und trüget nicht
    und hält gewiß, was es verspricht,
    im Tod und auch im Leben.
    Du bist nun mein und ich bin Dein,
    Dir hab ich mich ergeben.
  4. Der Tag nimmt ab. Ach schönste Zier,
    Herr Jesu Christ, bleib Du bei mir,
    es will nun Abend werden.
    Lass doch Dein Licht auslöschen nicht
    bei uns allhier auf Erden.
Meine Zeit steht in deinen Händen

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Siehe „Kommt, atmet auf“ Nr. 023.

Mit Fried und Freud ich fahr dahin
  1. Mit Fried‘ und Freud‘ ich fahr‘ dahin
    In Gottes Willen;
    Getrost ist mir mein Herz und Sinn,
    sanft und stille,
    wie Gott mir verheißen hat:
    der Tod ist mein Schlaf worden.
  2. Das macht Christus, wahr‘ Gottes Sohn,
    der treu Heiland,
    den du mich, Herr, hast sehen lan
    und g’macht bekannt,
    daß er sei das Leben mein
    und Heil in Not und Sterben.
  3. Den hast du allen vorgestellt
    mit groß Gnaden,
    zu seinem Reich die ganze Welt
    heißen laden
    durch dein teuer heilsam Wort,
    an allem Ort erschollen.
  4. Er ist das Heil und selig Licht
    für die Heiden,
    zu ‚rleuchten, die dich kennen nicht,
    und zu weiden.
    Er ist deins Volks Israel
    Preis, Ehre, Freud und Wonne.
Mitten wir im Leben sind
  1. Mitten wir im Leben sind mit dem Tod umfangen.
    Wer ist’s der uns Hilfe bringt, daß wir Gnad erlangen?
    Das bist du, Herr alleine.
    Uns reuet unsre Missetat, die dich, Herr, erzürnet hat.
    Heiliger Herre Gott, heiliger, starker Gott,
    heiliger, barmherziger Heiland, du ewiger Gott:
    laß uns nicht versinken in des bittern Todes Not.
    Kyrie eleison.
  2. Mitten in dem Tod anficht uns der Hölle Rachen.
    Wer will uns aus solcher Not frei und ledig machen?
    Das tust du, Herr, alleine.
    Es jammert dein Barmherzigkeit unsre Klag und großes Leid.
    Heiliger Herre Gott, heiliger, starker Gott,
    heiliger, barmherziger Heiland, du ewiger Gott:
    laß uns nicht verzagen, vor der tiefen Hölle Glut.
    Kyrie eleison.
  3. Mitten in der Hölle Angst unsre Sünd uns treiben.
    Wo solln wir denn fliehen hin, da wir mögen bleiben?
    Zu dir, Herr Christ, alleine.
    Vergossen ist dein teures Blut, das g`nug für die Sünde tut.
    Heiliger Herre Gott, heiliger, starker Gott,
    heiliger, barmherziger Heiland, du ewiger Gott:
    laß uns nicht entfallen von des rechten Glaubens Trost.
    Kyrie eleison.
Möge die Straße
  1. Möge die Straße uns zusammenführen
    und der Wind in deinem Rücken sein.
    Sanft falle Regen auf deine Felder
    und warm auf dein Gesicht der Sonnenschein.
    Und bis wir uns wiedersehen,
    halte Gott dich fest in seiner Hand.
    Und bis wir uns wiedersehen,
    halte Gott dich fest in seiner Hand.
  2. Führe die Straße, die du gehst,
    immer nur zu deinem Ziel bergab.
    Hab‘, wenn es kühl wird, warme Gedanken
    und den vollen Mond in dunkler Nacht.
    Und bis wir uns wiedersehen,
    halte Gott dich fest in seiner Hand.
    Und bis wir uns wiedersehen,
    halte Gott dich fest in seiner Hand.
  3. Bis wir uns ‚mal wiedersehen,
    hoffe ich, dass Gott dich nicht verlässt.
    Er halte dich in seinen Händen,
    doch drücke seine Faust dich nie zu fest.
    Und bis wir uns wiedersehen,
    halte Gott dich fest in seiner Hand.
    Und bis wir uns wiedersehen,
    halte Gott dich fest in seiner Hand.
Morgenglanz der Ewigkeit
  1. Morgenglanz der Ewigkeit, / Licht vom unerschöpften Lichte,
    schick uns diese Morgenzeit / deine Strahlen zu Gesichte
    und vertreib durch deine Macht / unsre Nacht.
  2. Deiner Güte Morgentau / fall auf unser matt Gewissen;
    lass die dürre Lebensau / lauter süssen Trost genießen
    und erquick uns, deine Schar, / immerdar.
  3. Gib, dass deiner Liebe Glut / unsre kalten Werke töte,
    und erweck uns Herz und Mut / bei entstandner Morgenröte,
    dass wir eh wir gar vergehn, / recht aufstehn.
  4. Ach du Aufgang aus der Höh, / gib, dass auch am Jüngsten Tage
    unser Leib verklärt ersteh / und, entfernt von aller Plage,
    sich auf jener Freudenbahn / freuen kann.
  5. Leucht uns selbst in jener Welt, / du verklärte Gnadensonne;
    führ uns durch das Tränenfeld / in das Land der süssen Wonne,
    da die Lust, die uns erhöht, / nie vergeht.
Morgenlicht leuchtet
  1. Morgenlicht leuchtet, rein wie am Anfang.
    Frühlied der Amsel, Schöpferlob klingt.
    Dank für die Lieder, Dank für den Morgen,
    Dank für das Wort, dem beides entspringt.
  2. Sanft fallen Tropfen, sonnendurchleuchtet.
    So lag auf erstem Gras erster Tau.
    Dank für die Spuren Gottes im Garten,
    grünende Frische, vollkommnes Blau.
  3. Mein ist die Sonne, mein ist der Morgen,
    Glanz, der zu mir aus Eden aufbricht!
    Dank überschwenglich, Dank Gott am Morgen!
    Wiedererschaffen grüsst uns sein Licht.
  4. Morgenlicht leuchtet, rein wie am Anfang.
    Frühlied der Amsel, Schöpferlob klingt.
    Dank für die Lieder, Dank für den Morgen,
    Dank für das Wort, dem beides entspringt.
Näher mein Gott zu dir
  1. Näher, mein Gott, zu dir, näher zu dir!
    Drückt mich auch Kummer hier, drohet man mir,
    soll doch trotz Kreuz und Pein dies meine Losung sein:
    Näher, mein Gott, zu dir, näher zu dir.
  2. Bricht mir, wie Jakob dort, Nacht auch herein,
    find ich zum Ruheort nur einen Stein;
    ist selbst im Traume hier mein Sehnen für und für:
    Näher, mein Gott, zu dir, näher zu dir!
  3. Geht auch die schmale Bahn aufwärts gar steil,
    führt sie doch himmelan zu meinem Heil.
    Engel, so licht und schön, winken aus selgen Höhn:
    Näher, mein Gott, zu dir, näher zu dir.
  4. Ist dann die Nacht vorbei, leuchtet die Sonn,
    weih ich mich dir aufs neu vor deinem Thron;
    baue mein Bethel dir und jauchz mit Freuden hier:
    Näher, mein Gott, zu dir, näher zu dir!
  5. Ist mir auch ganz verhüllt dein Weg allhier,
    wird nur mein Wunsch erfüllt: Näher zu dir!
    Schließt dann mein Pilgerlauf, schwing ich mich freudig auf:
    Näher, mein Gott, zu dir, näher zu dir!
Noch kann ich es nicht fassen
  1. Noch kann ich es nicht fassen,
    was deine Schickung meint;
    doch will ich dich nicht lassen,
    wie auch mein Auge weint.
    Auf deine Liebe trauen
    will ich, mein Herr und Gott,
    und gläubig aufwärts schauen
    in meiner Herzensnot.
  2. Gib, dass mit dir ich lebe,
    o mein Herr Jesu Christ,
    dass nur nach dem ich strebe,
    was gut und heilsam ist.
    Lass auch in allem Leide
    mit dir mich sein vereint,
    bis mir zur ewgen Freude
    die Gnadensonne scheint.
  3. Zuletzt lass mich auch scheiden
    mit dir, o Gottessohn;
    nach Erdenglück und Leiden
    führ mich zum Himmelsthron;
    führ mich zu Freud und Wonne
    der Seligen im Licht.
    Du meine Lebenssonne,
    mein Gott, verlass mich nicht!
Nun bitten wir den Heiligen Geist
  1. Nun bitten wir den Heiligen Geist
    um den rechten Glauben allermeist,
    dass er uns behüte an unserm Ende,
    wenn wir heimfahrn aus diesem Elende.
    Kyrieleis.
  2. Du wertes Licht, gib uns deinen Schein,
    lehr uns Jesus Christ kennen allein,
    dass wir an ihm bleiben, dem treuen Heiland,
    der uns bracht hat zum rechten Vaterland.
    Kyrieleis.
  3. Du heilge Lieb, schenk uns deine Gunst,
    lass uns empfinden der Lieb Inbrunst,
    dass wir uns von Herzen einander lieben
    und im Frieden auf einem Sinn bleiben.
    Kyrieleis.
  4. Du höchster Tröster in aller Not,
    hilf, dass wir nicht fürchten Schand noch Tod,
    dass in uns die Sinne nicht verzagen,
    wenn der Feind wird das Leben verklagen.
    Kyrieleis.
Nun bringen wir den Leib zur Ruh
  1. Nun bringen wir den Leib zur Ruh
    und decken ihn mit Erde zu, den Leib,
    der nach des Schöpfers Schluß
    zu Staub und Erde werden muß.
  2. Er bleibt nicht immer Asch und Staub,
    nicht immer der Verwesung Raub;
    er wird, wann Christus einst erscheint,
    mit seiner Seele neu vereint.
  3. Es währen Reichtum, Ehr und Glück,
    wie wir selbst, einen Augenblick;
    so währt auch Kreuz und Traurigkeit,
    wie unser Leben kurze Zeit.
  4. Hier, wo wir bei den Gräbern stehn,
    soll jeder zu dem Vater flehn:
    Ich bitt, o Gott, durch Christi Blut,
    machs einst mit meinem Ende gut.
  5. Wann unser Lauf vollendet ist,
    so sei uns nah, Herr Jesu Christ;
    mach uns das Sterben zum Gewinn,
    zieh unsre Seelen zu dir hin.
  6. Und wenn du einst, du Lebensfürst,
    die Gräber mächtig öffnen wirst,
    dann laß uns fröhlich auferstehn
    und dort dein Antlitz ewig sehn.
Nun danket alle Gott
  1. Nun danket alle Gott / mit Herzen, Mund und Händen,
    der große Dinge tut / an uns und allen Enden,
    der uns von Mutterleib / und Kindesbeinen an
    unzählig viel zugut / bis hierher hat getan.
  2. Der ewigreiche Gott / woll uns bei unserm Leben
    ein immer fröhlich Herz / und edlen Frieden geben
    und uns in seiner Gnad / erhalten fort und fort
    und uns aus aller Not / erlösen hier und dort.
  3. Lob, Ehr und Preis sei Gott / dem Vater und dem Sohne
    und Gott dem Heilgen Geist / im höchsten Himmelsthrone,
    ihm, dem dreiein’gen Gott, / wie es im Anfang war
    und ist und bleiben wird / so jetzt und immerdar.
Nun komm, der Heiden Heiland
  1. Nun komm, der Heiden Heiland, / der Jungfrauen Kind erkannt,
    daß sich wunder aller Welt, / Gott solch Geburt ihm bestellt.
  2. Er ging aus der Kammer sein, / dem königlichen Saal so rein,
    Gott von Art und Msnch, ein Held; / sein Weg er zu laufen eilt.
  3. Dein Krippen glänzt hell und klar, / die Nacht gibt ein neu Licht dar.
    Dunkel muß nicht kommen drein, / der Glaub bleib immer im Schein.
  4. Lob sei Gott dem Vater g’tan; / Lob sei Gott seim ein’gen Sohn,
    Lob sei Gott dem Heilgen Geist / immer und in Ewigkeit.
Nun lasst uns gehen und treten
  1. Nun lasst uns gehn und treten / mit Singen und mit Beten
    zum Herrn, der unserm Leben / bis hierher Kraft gegeben.
  2. Wir gehn dahin und wandern / von einem Jahr zum andern,
    wir leben und gedeihen / vom alten bis zum neuen
  3. durch so viel Angst und Plagen, / durch Zittern und durch Zagen,
    durch Krieg und große Schrecken, / die alle Welt bedecken.
  4. Denn wie von treuen Müttern / in schweren Ungewittern
    die Kindlein hier auf Erden / mit Fleiß bewahret werden,
  5. also auch und nicht minder / lässt Gott uns, seine Kinder,
    wenn Not und Trübsal blitzen, / in seinem Schoße sitzen.
  6. Ach Hüter unsres Lebens, / fürwahr, es ist vergebens
    mit unserm Tun und Machen, / wo nicht dein Augen wachen.
  7. Gelobt sei deine Treue, / die alle Morgen neue;
    Lob sei den starken Händen, / die alles Herzleid wenden.
  8. Lass ferner dich erbitten, / o Vater, und bleib mitten
    in unserm Kreuz und Leiden / ein Brunnen unsrer Freuden.
  9. Gib mir und allen denen, / die sich von Herzen sehnen
    nach dir und deiner Hulde, / ein Herz, das sich gedulde.
  10. Schließ zu die Jammerpforten / und laß an allen Orten
    auf so viel Blutvergießen / die Freudenströme fließen.
  11. Sprich deinen milden Segen / zu allen unsern Wegen,
    lass Großen und auch Kleinen / die Gnadensonne scheinen.
  12. Sei der Verlassnen Vater, / der Irrenden Berater,
    der Unversorgten Gabe, / der Armen Gut und Habe.
  13. Hilf gnädig allen Kranken, / gib fröhliche Gedanken
    den hochbetrübten Seelen, / die sich mit Schwermut quälen.
  14. Und endlich, was das meiste, / füll uns mit deinem Geiste,
    der uns hier herrlich ziere / und dort zum Himmel führe.
  15. Das alles wollst du geben, / o meines Lebens Leben,
    mir und der Christen Schare / zum sel`gen neuen Jahre.
Nun lob, mein Seel, den Herren
  1. Nun lob, mein Seel, den Herren,
    was in mir ist, den Namen sein.
    Sein Wohltat tut er mehren,
    vergiss es nicht, o Herze mein.
    Hat dir dein Sünd vergeben
    und heilt dein Schwachheit groß,
    errett dein armes Leben,
    nimmt dich in seinen Schoß,
    mit reichem Trost beschüttet,
    verjüngt, dem Adler gleich;
    der Herr schafft Recht, behütet,
    die leidn in seinem Reich.
  2. Er hat uns wissen lassen
    sein herrlich Recht und sein Gericht,
    dazu sein Güt ohn Maßen,
    es mangelt an Erbarmung nicht;
    sein‘ Zorn lässt er wohl fahren,
    straft nicht nach unsrer Schuld,
    die Gnad tut er nicht sparen,
    den Schwachen ist er hold;
    sein Güt ist hoch erhaben
    ob den‘, die fürchten ihn;
    so fern der Ost vom Abend,
    ist unsre Sünd dahin.
  3. Wie sich ein Mann erbarmet
    ob seiner jungen Kindlein klein,
    so tut der Herr uns Armen,
    wenn wir ihn kindlich fürchten rein.
    Er kennt das arm Gemächte
    und weiß, wir sind nur Staub,
    ein bald verwelkt Geschlechte,
    ein Blum und fallend Laub:
    Der Wind nur drüberwehet,
    so ist es nimmer da,
    also der Mensch vergehet,
    sein End, das ist ihm nah.
  4. Die Gottesgnad alleine
    steht fest und bleibt in Ewigkeit
    bei seiner lieben G’meine,
    die steht in seiner Furcht bereit,
    die seinen Bund behalten.
    Er herrscht im Himmelreich.
    Ihr starken Engel, waltet
    seins Lobs und dient zugleich
    dem großen Herrn zu Ehren
    und treibt sein heiligs Wort!
    Mein Seel soll auch vermehren
    sein Lob an allem Ort.
  5. Sei Lob und Preis mit Ehren
    Gott Vater, Sohn und Heilgem Geist!
    Der wolle in uns mehren,
    was er aus Gnaden uns verheißt,
    dass wir ihm fest vertrauen,
    uns gründen ganz auf ihn,
    von Herzen auf ihn bauen,
    dass unser Mut und Sinn
    ihm allezeit anhangen.
    Drauf singen wir zur Stund:
    Amen, wir werden’s erlangen,
    glaubn wir von Herzengrund.
Nun sich das Herz von allem löset
  1. Nun sich das Herz von allem löste, was es an Glück und Gut umschließt,
    komm, Tröster, Heilger Geist, und tröste, der du aus Gottes Herzen fließt.
  2. Nun sich das Herz in alles findet, was ihm an Schwerem auferlegt,
    komm, Heiland, der uns mild verbindet, die Wunden heilt, uns trägt und pflegt.
  3. Nun sich das Herz zu dir erhoben und nur von dir gehalten weiß,
    bleib bei uns, Vater. Und zum Loben wird unser Klagen. Dir sei Preis!
O Gott, du frommer Gott
  1. O Gott, du frommer Gott, du Brunnquell guter Gaben,
    ohn den nichts ist, was ist, von dem wir alles haben:
    Gesunden Leib gib mir und dass in solchem Leib
    ein unverletzte Seel und rein Gewissen bleib.
  2. Gib, dass ich tu mit Fleiß, was mir zu tun gebühret,
    wozu mich dein Befehl in meinem Stande führet.
    Gib, dass ichs tue bald, zu der Zeit, da ich soll,
    und wenn ichs tu, so gib, dass es gerate wohl.
  3. Hilf, dass ich rede stets, womit ich kann bestehen;
    lass kein unnützlich Wort aus meinem Munde gehen;
    und wenn in meinem Amt ich reden soll und muss,
    so gib den Worten Kraft und Nachdruck ohn Verdruss.
  4. Findt sich Gefährlichkeit, so lass mich nicht verzagen,
    gib einen Heldenmut, das Kreuz hilf selber tragen.
    Gib, dass ich meinen Feind mit Sanftmut überwind
    und, wenn ich Rat bedarf, auch guten Rat erfind.
  5. Lass mich mit jedermann in Fried und Freundschaft leben,
    soweit es christlich ist. Willst du mir etwas geben
    an Reichtum, Gut und Geld, so gib auch dies dabei,
    dass von unrechtem Gut nichts untermenget sei.
  6. Soll ich auf dieser Welt mein Leben höher bringen,
    durch manchen sauren Tritt hindurch ins Alter dringen,
    so gib Geduld; vor Sünd und Schaden mich bewahr,
    auf dass ich tragen mag mit Ehren graues Haar.
O Haupt voll Blut und Wunden
  1. O Haupt voll Blut und Wunden,
    voll Schmerz und voller Hohn,
    o Haupt, zum Spott gebunden
    mit einer Dornenkron, o Haupt,
    sonst schön gezieret
    mit höchster Ehr und Zier,
    jetzt aber hoch schimpfieret:
    gegrüßet seist du mir!
  2. Du edles Angesichte,
    davor sonst schrickt
    und scheut das große Weltgewichte:
    wie bist du so bespeit,
    wie bist du so erbleichet!
    Wer hat dein Augenlicht,
    dem sonst kein Licht nicht gleichet,
    so schändlich zugericht‘?
  3. Nun, was du, Herr, erduldet,
    ist alles meine Last;
    ich hab es selbst verschuldet,
    was du getragen hast.
    Schau her, hier steh ich Armer,
    der Zorn verdienet hat.
    Gib mir, o mein Erbarmer,
    den Anblick deiner Gnad.
  4. Erkenne mich, mein Hüter,
    mein Hirte, nimm mich an.
    Von dir, Quell aller Güter,
    ist mir viel Guts getan;
    dein Mund hat mich gelabet
    mit Milch und süßer Kost,
    dein Geist hat mich begabet
    mit mancher Himmelslust.
  5. Ich will hier bei dir stehen,
    verachte mich doch nicht;
    von dir will ich nicht gehen,
    wenn dir dein Herze bricht;
    wenn dein Haupt wird erblassen
    im letzten Todesstoß,
    alsdann will ich dich fassen
    in meinem Arm und Schoß.
  6. Es dient zu meinen Freuden
    und tut mir herzlich wohl,
    wenn ich in deinem Leiden,
    mein Heil, mich finden soll.
    Ach möcht ich, o mein Leben,
    an deinem Kreuze hier
    mein Leben von mir geben,
    wie wohl geschähe mir!
  7. Ich danke dir von Herzen,
    o Jesu, liebster Freund,
    für deines Todes Schmerzen,
    da du´s so gut gemeint.
    Ach gib, dass ich mich halte
    zu dir und deiner Treu
    und, wenn ich einst erkalte,
    in dir mein Ende sei.
  8. Wenn ich einmal soll scheiden,
    so scheide nicht von mir,
    wenn ich den Tod soll leiden,
    so tritt du dann herfür;
    wenn mir am allerbängsten
    wird um das Herze sein,
    so reiß mich aus den Ängsten
    kraft deiner Angst und Pein.
  9. Erscheine mir zum Schilde,
    zum Trost in meinem Tod,
    und lass mich sehn dein Bilde
    in deiner Kreuzesnot.
    Da will ich nach dir blicken,
    da will ich glaubensvoll
    dich fest an mein Herz drücken.
    Wer so stirbt, der stirbt wohl.
O Jesu, all mein Leben bist du

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Siehe Neues Gotteslob Nr. 377.

O mein Christ
  1. O mein Christ, lass Gott nur walten
    bete seine Vorsicht an
    liebreich wird er dich erhalten
    da er nichts als lieben kann.
    /: Wer auf ihn sich ganz verlässt,
    dessen Glück steht felsenfest. :/
  2. Gott weiß alles wohl zu lenken
    von ihm kommt der beste Rat
    welcher Mensch wollt sich noch kränken
    da er Gott zum Vater hat!
    /: Er ist Vater, der uns liebt,
    wann er nimmt und wann er gibt. :/
  3. Führt er dich durch rauhe Wege
    sendet er dir Leiden zu
    treffen dich gleich harte Schläge
    deine Seele bleib in Ruh!
    /: Dulde still und denk daran:
    Was Gott tut, ist wohlgetan. :/
  4. Lass du nur den Vater sorgen
    trau auf ihn, verzage nicht!
    Wie das Sonnenlicht am Morgen
    auch durch trübe Wolken bricht:
    /: So, und nicht von ungefähr
    kommt von Gott die Hilfe her. :/
  5. Alle Tränen und Beschwerden
    alle Leiden dieser Zeit
    wenn sie Gott gewidmet werden
    bringen Frucht und Seligkeit.
    /: Nimm das Kreuz geduldig an
    folge, Jesus geht voran! :/
  6. Gott weiß alles, was dir fehlet
    weiß, was dich zum Besten führt
    er, der deine Haare zählet
    und des Feldes Blumen ziert.
    /: Drum befiehl in Gottes Plan
    deine ganze Lebensbahn! :/
  7. Bitte nur um seinen Segen
    tu das Deine nur getreu
    so wird dir auf allen Wegen
    seine weise Führung neu.
    /: Gott ist Vater, Gott ist gut
    gut ist alles, was er tut. :/
O Tod, wo ist dein Stachel nun
  1. O Tod, wo ist dein Stachel nun?
    Wo ist dein Sieg, o Hölle?
    Was kann uns jetzt der Teufel tun,
    wie grausam er sich stelle?
    Gott sei gedankt, der uns den Sieg
    so herrlich hat nach diesem Krieg
    durch Jesus Christ gegeben!
  2. Wie sträubte sich die alte Schlang,
    da Christus mit ihr kämpfte!
    Mit List und Macht sie auf ihn drang,
    und dennoch er sie dämpfte.
    Ob sie ihn in die Ferse sticht,
    so sieget sie doch darum nicht,
    der Kopf ist ihr zertreten.
  3. Lebendig Christus kommt herfür,
    die Feind nimmt er gefangen,
    zerbricht der Hölle Schloss und Tür,
    trägt weg den Raub mit Prangen.
    Nichts ist, das in dem Siegeslauf
    den starken Held kann halten auf,
    alls liegt da überwunden.
  4. Des Herren Rechte, die behält
    den Sieg und ist erhöhet;
    des Herren Rechte mächtig fällt,
    was ihr entgegenstehet.
    Tod, Teufel, Höll und alle Feind
    durch Christi Sieg bezwungen seind,
    ihr Zorn ist kraftlos worden.
  5. Es war getötet Jesus Christ,
    und sieh, er lebet wieder.
    Weil nun das Haupt erstanden ist,
    stehn wir auch auf, die Glieder.
    So jemand Christi Worten glaubt,
    im Tod und Grabe der nicht bleibt;
    er lebt, ob er gleich stirbet.
  6. Wer täglich hier durch wahre Reu
    mit Christus auferstehet,
    ist dort vom andern Tode frei,
    derselb ihn nicht angehet.
    Genommen ist dem Tod die Macht,
    Unschuld und Leben wiederbracht
    und unvergänglich Wesen.
  7. Das ist die reiche Osterbeut,
    der wir teilhaftig werden:
    Fried, Freude, Heil, Gerechtigkeit
    im Himmel und auf Erden.
    Hier sind wir still und warten fort,
    bis unser Leib wird ähnlich dort
    Christi verklärtem Leibe.
  8. O Tod, wo ist dein Stachel nun?
    Wo ist dein Sieg, o Hölle?
    Was kann uns jetzt der Teufel tun,
    wie grausam er sich stelle?
    Gott sei gedankt, der uns den Sieg
    so herrlich hat nach diesem Krieg
    durch Jesus Christ gegeben!
O Welt, ich muss dich lassen
  1. O Welt, ich muss dich lassen, ich fahr dahin mein Straßen ins ewig Vaterland.
    Mein‘ Geist will ich aufgeben, dazu mein‘ Leib und Leben legen in Gottes gnädig Hand.
  2. Mein Zeit ist nun vollendet, der Tod das Leben endet, Sterben ist mein Gewinn.
    Kein Bleiben ist auf Erden, das Ewge muss mir werden; mit Fried und Freud ich fahr dahin.
  3. Auf Gott steht mein Vertrauen, sein Antlitz will ich schauen wahrhaft durch Jesus Christ,
    der für mich ist gestorben, des Vaters Huld erworben und so mein Mittler worden ist.
Preis dem Todesüberwinder
  1. Preis dem Todesüberwinder!
    Sieh, er starb auf Golgatha!
    Preis dem Retter aller Sünder!
    Was er uns verhieß, geschah.
    Laßt des Dankes Harfe klingen,
    bis das Herz vor Freude bebt!
    laßt uns, mächtig singen dem,
    der starb und ewig lebt.
  2. Überwunden, überwunden
    hat der Herr der Herrlichkeit.
    Sieh, er schlummerte nur Stunden
    in des Grabes Dunkelheit!
    Singt dem Herrn, singt Ihm mit Psalmen!
    Jesus Christus hat gesiegt!
    Streut dem Überwinder Palmen,
    die ihr bang und weinend schwiegt!
  3. Ich will gerne hier noch wallen,
    Herr, solange Du es willst.
    Knieen will ich, niederfallen,
    flehn, bis Du Dich mir enthüllst.
    Jetzt, da ich an Dich nur glaube,
    seh ich dunkel und von fern,
    ich, ein Wandrer noch im Staube,
    Dich die Herrlichkeit des Herrn.
  4. Die Gemeinschaft Deiner Leiden sei
    an mir hier stets zu sehn.
    Schenke mir die Kraft beizeiten,
    Herr, von Deinem Auferstehn,
    dass ich mich schon hier recht willig
    in des Fleisches Tötung schick,
    bis bei Dir mir einst auch völlig
    wird zuteil mein ewges Glück!
Segne du Maria
  1. Segne du, Maria, segne mich, dein Kind,
    daß ich hier den Frieden, dort den Himmel find.
    Segne all mein Denken, segne all mein Tun,
    laß in deinem Segen Tag und Nacht mich ruh`n.
    Laß in deinem Segen Tag und Nacht mich ruh`n.
  2. Segne du, Maria, Mutter Gottes mein,
    laß mich hier auf Erden dir befohlen sein.
    Führe mich zu Jesus, deinem Sohne hin,
    daß in seiner Liebe ich geborgen bin,
    daß in seiner Liebe ich geborgen bin.
  3. Segne du, Maria, alle, die mir lieb,
    deinen Muttersegen ihnen täglich gib.
    Deine Mutterhände breit auf alle aus,
    segne alle Herzen, segne jedes Haus.
    Segne alle Herzen, segne jedes Haus.
  4. Segne du, Maria, jeden, der da ringt,
    der in Angst und Schmerzen dir ein Ave bringt.
    Reich ihm deine Hände, daß er nicht erliegt,
    daß er mutig streite, daß er endlich siegt.
    Daß er mutig streite, daß er endlich siegt.
  5. Segne du, Maria, unsre letzte Stund.
    Mach uns armen Sündern Gottes Gnade kund.
    Deine Mutterhände reiche uns dazu,
    bleib in Tod und Leben unser Segen du.
    Bleib im Tod und Leben unser Segen du.
So nimm denn meine Hände
  1. So nimm denn meine Hände / und führe mich
    bis an mein selig Ende / und ewiglich.
    Ich mag allein nicht gehen, / nicht einen Schritt:
    wo du wirst gehn und stehen, / da nimm mich mit.
  2. In dein Erbarmen hülle / mein schwaches Herz
    und mach es gänzlich stille / in Freud und Schmerz.
    Laß ruhn zu deinen Füßen / dein armes Kind:
    es will die Augen schließen / und glauben blind.
  3. Wenn ich auch gleich nichts fühle / von deiner Macht,
    du führst mich doch zum Ziele / auch durch die Nacht:
    so nimm denn meine Hände / und führe mich
    bis an mein selig Ende / und ewiglich!
Stern, auf den ich schaue
  1. Stern, auf den ich schaue,
    Fels, auf dem ich steh,
    Führer, dem ich traue,
    Stab, an dem ich geh,
    Brot, von dem ich lebe,
    Quell, an dem ich ruh,
    Ziel, das ich erstrebe,
    alles, Herr, bist du.
  2. Ohne dich, wo käme
    Kraft und Mut mir her?
    Ohne dich, wer nähme
    meine Bürde, wer?
    Ohne dich, zerstieben
    würden mir im Nu
    Glauben, Hoffen, Lieben,
    alles, Herr, bist du.
  3. Drum so will ich wallen
    meinen Pfad dahin,
    bis die Glocken schallen
    und daheim ich bin.
    Dann mit neuem Klingen
    jauchz ich froh dir zu:
    nichts hab ich zu bringen,
    alles, Herr, bist du!
Tut mir auf die schöne Pforte
  1. Tut mir auf die schöne Pforte,
    führt in Gottes Haus mich ein;
    ach wie wird an diesem Orte
    meine Seele fröhlich sein!
    Hier ist Gottes Angesicht,
    hier ist lauter Trost und Licht.
  2. Ich bin, Herr, zu dir gekommen,
    komme du nun auch zu mir.
    Wo du Wohnung hast genommen,
    da ist lauter Himmel hier.
    Zieh in meinem Herzen ein,
    laß es deinen Tempel sein.
  3. Laß in Furcht mich vor dich treten,
    heilige du Leib und Geist,
    daß mein Singen und mein Beten
    ein gefällig Opfer heißt.
    Heilige du Mund und Ohr,
    zieh das Herze ganz empor.
  4. Mache mich zum guten Lande,
    wenn dein Samkorn auf mich fällt.
    Gib mir Licht in dem Verstande
    und, was mir wird vorgestellt,
    präge du im Herzen ein,
    laß es mir zur Frucht gedeihn.
  5. Stärk in mir den schwachen Glauben,
    laß dein teures Kleinod mir
    nimmer aus dem Herzen rauben,
    halte mir dein Wort stets für,
    daß es mir zum Leitstern dient
    und zum Trost im Herzen grünt.
  6. Rede, Herr, so will ich hören,
    und dein Wille werd erfüllt;
    nichts laß meine Andacht stören,
    wenn der Brunn des Lebens quillt;
    speise mich mit Himmelsbrot,
    tröste mich in aller Not.
Valet will ich dir geben
  1. Valet will ich dir geben
    du arge, falsche Welt;
    dein sündlich böses Leben
    durchaus mir nicht gefällt.
    Im Himmel ist gut wohnen,
    hinauf zieht mein Begier,
    da wird Gott herrlich lohnen
    dem, der ihm dient allhier.
  2. Rat mir nach deinem Herzen,
    o Jesu, Gottes Sohn!
    Soll ich ja dulden Schmerzen,
    hilf mir, Herr Christ, davon.
    Verkürz mir alles Leiden
    stärk meinen schwachen Mut;
    laß mich selig abscheiden
    setz mich in dein Erbgut.
  3. In meines Herzen Grunde
    dein Nam und Kreuz allein
    funkelt all Zeit und Stunde,
    drauf kann ich fröhlich sein.
    Erschein mir in dem Bilde
    zu Trost in meiner Not,
    wie du, Herr Christ, so milde
    dich hast geblut‘ zu Tod.
  4. Verbirg mein Seel aus Gnaden
    in deiner offnen Seit,
    rück sie aus allem Schaden
    zu deiner Herrlichkeit.
    Der ist wohl hier gewesen,
    wer kommt ins himmlisch Schloß;
    der ist ewig genesen,
    wer bleibt in deinem Schoß.
  5. Schreib meinen Nam aufs Beste
    ins Buch des Lebens ein
    und bind mein Seel gar feste
    ins schöne Bündelein
    der‘, die im Himmel grünen
    und vor dir leben frei,
    so will ich ewig rühmen,
    daß dein Herz treue sei.
Von Gott will ich nicht lassen
  1. Von Gott will ich nicht lassen,
    denn er lässt nicht von mir, führt mich durch alle Straßen,
    da ich sonst irrte sehr. Er reicht mir seine Hand,
    den Abend und den Morgen tut er mich wohl versorgen,
    wo ich auch sei im Land, wo ich auch sei im Land.
  2. Auf ihn will ich vertrauen in meiner schweren Zeit;
    es kann mich nicht gereuen, er wendet alles Leid.
    Ihm sei es heimgestellt; mein Leib, mein Seel, mein Leben
    sei Gott dem Herrn ergeben,
    er schaffs, wies ihm gefällt, er schaffs, wies ihm gefällt.
  3. Darum, ob ich schon dulde hier Widerwärtigkeit,
    wie ich auch wohl verschulde, kommt doch die Ewigkeit,
    ist aller Freuden voll, die ohne alles Ende,
    und, weil ich Christus kenne,
    mir widerfahren soll, mir widerfahren soll.
  4. Das ist des Vaters Wille, der uns geschaffen hat.
    Sein Sohn hat Guts die Fülle erworben uns und Gnad.
    Auch Gott der Heilig Geist im Glauben uns regieret,
    zum Reich der Himmel führet.
    Ihm sei Lob, Ehr und Preis! Ihm sei Lob, Ehr und Preis!
Von guten Mächten wunderbar geborgen

Der Text dieses Liedes ist urheberrechtlich geschützt.

Siehe Evangelisches Gesangbuch Nr. 637 und Neues Gotteslob Nr. 817.

Wachet auf, ruft uns die Stimme
  1. Wachet auf; ruft uns die Stimme
    der Wächter sehr hoch auf der Zinne,
    wach auf, du Stadt Jerusalem!
    Mitternacht heißt diese Stunde;
    sie rufen uns mit hellem Munde:
    Wo seid ihr klugen Jungfrauen?
    Wohlauf, der Bräut’gam kommt!
    Steht auf, die Lampen nehmt!
    Halleluja! Macht euch bereit zu der Hochzeit;
    ihr müsset ihm entgegengehn!
  2. Zion hört die Wächter singen;
    das Herz tut ihr vor Freude springen;
    sie wachet und steht eilend auf.
    Ihr Freund kommt vom Himmel prächtig,
    von Gnaden stark, von Wahrheit mächtig;
    ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf.
    Nun komm, du werte Kron, Herr Jesu, Gottes Sohn!
    Hosianna! Wir folgen all zum Freudensaal
    und halten mit das Abendmahl.
  3. Gloria sei dir gesungen
    mit Menschen- und mit Engelzungen,
    mit Harfen und mit Zimbeln schön.
    Von zwölf Perlen sind die Tore an deiner Stadt,
    wir stehn im Chore der Engel hoch um deinen Thron.
    Kein Äug hat je gespürt, kein Ohr hat mehr gehört solche Freude.
    Des jauchzen wir und singen dir das Halleluja für und für.
Warum sollt ich mich denn grämen
  1. Warum sollt ich mich denn grämen?
    Hab ich doch Christus noch; wer will mir den nehmen?
    Wer will mir den Himmel rauben,
    den mir schon Gottes Sohn beigelegt im Glauben?
  2. Gut und Blut, Leib, Seel und Leben
    ist nicht mein, Gott allein ist es, der’s gegeben.
    Will er’s wieder zu sich kehren,
    nehm er’s hin; ich will ihn dennoch fröhlich ehren.
  3. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen,
    dringt herein Angst und Pein, sollt ich drum verzagen?
    Der es schickt, der wird es wenden;
    er weiß wohl, wie er soll all mein Unglück enden.
  4. Satan, Welt und ihre Rotten
    können mir nichts mehr hier tun, als meiner spotten.
    Lass sie spotten, lass sie lachen!
    Gott, mein Heil, wird in Eil sie zuschanden machen.
  5. Unverzagt und ohne Grauen
    soll ein Christ, wo er ist, stets sich lassen schauen.
    Wollt ihn auch der Tod aufreiben,
    soll der Mut dennoch gut und fein stille bleiben.
  6. Kann uns doch kein Tod nicht töten,
    sondern reißt unsern Geist aus viel tausend Nöten,
    schließt das Tor der bittern Leiden
    und macht Bahn, da man kann gehn zu Himmelsfreuden.
  7. Was sind dieses Lebens Güter?
    Eine Hand voller Sand, Kummer der Gemüter.
    Dort, dort sind die edlen Gaben,
    da mein Hirt Christus wird mich ohn Ende laben.
  8. Herr, mein Hirt, Brunn aller Freuden,
    du bist mein, ich bin dein, niemand kann uns scheiden.
    Ich bin dein, weil du dein Leben
    und dein Blut mir zugut in den Tod gegeben;
  9. Du bist mein, weil ich dich fasse
    und dich nicht, o mein Licht, aus dem Herzen lasse.
    Lass mich, lass mich hingelangen,
    da du mich und ich dich ewig werd umfangen.
Was Gott tut, das ist wohlgetan
  1. Was Gott tut, das ist wohlgetan,
    es bleibt gerecht sein Wille;
    wie er fängt seine Sachen an,
    will ich ihm halten stille.
    Er ist mein Gott, der in der Not
    mich wohl weiß zu erhalten;
    drum lass ich ihn nur walten.
  2. Was Gott tut, das ist wohlgetan,
    er wird mich nicht betrügen;
    er führet mich auf rechter Bahn;
    so lass ich mir genügen
    an seiner Huld
    und hab Geduld,
    er wird mein Unglück wenden,
    es steht in seinen Händen.
  3. Was Gott tut, das ist wohlgetan,
    er wird mich wohl bedenken;
    er als mein Arzt und Wundermann
    wird mir nicht Gift einschenken
    für Arzenei;
    Gott ist getreu,
    drum will ich auf ihn bauen
    und seiner Güte trauen.
  4. Was Gott tut, das ist wohlgetan,
    er ist mein Licht und Leben,
    der mir nichts Böses gönnen kann;
    ich will mich ihm ergeben
    in Freud und Leid,
    es kommt die Zeit,
    da öffentlich erscheinet,
    wie treulich er es meinet.
  5. Was Gott tut, das ist wohlgetan;
    muss ich den Kelch gleich schmecken,
    der bitter ist nach meinem Wahn,
    lass ich mich doch nicht schrecken,
    weil doch zuletzt
    ich werd ergötzt
    mit süßem Trost im Herzen;
    da weichen alle Schmerzen.
  6. Was Gott tut, das ist wohlgetan,
    dabei will ich verbleiben.
    Es mag mich auf die raue Bahn
    Not, Tod und Elend treiben,
    so wird Gott mich
    ganz väterlich
    in seinen Armen halten;
    drum lass ich ihn nur walten.
Was mein Gott will, gescheh' allzeit

Der Text dieses Liedes ist urheberrechtlich geschützt.

Siehe Evangelisches Gesangbuch Nr. 364.

Weil ich Jesu Schäflein bin
  1. Weil ich Jesu Schäflein bin,
    freu‘ ich mich nur immerhin
    über meinen guten Hirten,
    der mich wohl weiß zu bewirten,
    der mich liebet, der mich kennt
    und bei meinem Namen nennt.
  2. Unter seinem sanften Stab
    geh‘ ich aus und ein und hab‘
    unaussprechlich süße Weide,
    dass ich keinen Mangel leide;
    Und sooft ich durstig bin,
    führt er mich zum Brunnquell hin.
  3. Sollt‘ ich denn nicht fröhlich sein,
    ich beglücktes Schäfelein?
    Denn nach diesen schönen Tagen
    werd‘ ich endlich heimgetragen
    in des Hirten Arm und Schoß:
    Amen, ja mein Glück ist groß!
Weiß ich den Weg auch nicht
  1. Weiß ich den Weg auch nicht, du weißt ihn wohl;
    das macht die Seele still und friedevoll.
    Ist’s doch umsonst, dass ich mich sorgend müh,
    dass ängstlich schlägt mein Herz, sei’s spät, sei’s früh.
  2. Du weißt den Weg für mich, du weißt die Zeit,
    dein Plan ist fertig schon und liegt bereit.
    Ich preise dich für deiner Liebe Macht,
    ich rühm die Gnade, die mir Heil gebracht.
  3. Du weißt, woher der Wind so stürmisch weht,
    und du gebietest ihm, kommst nie zu spät,
    drum wart ich still, dein Wort ist ohne Trug,
    du weißt den Weg für mich, das ist genug.
Welt ade, ich bin dein müde
  1. Welt ade, ich bin dein müde,
    ich will nach dem Himmel zu;
    da wird sein der rechte Friede
    und die stolze Seelenruh.
    Welt, bei dir ist Krieg und Streit,
    nichts denn lauter Eitelkeit,
    in dem Himmel allezeit
    Friede, Ruh und Seligkeit.
  2. Wenn ich werde dahin kommen,
    bin ich aller Krankheit los
    und der Traurigkeit entnommen,
    ruhe sanft in Gottes Schoß.
    In der Welt ist Angst und Not,
    endlich gar der bittre Tod;
    aber dor ist allzeit
    Friede, Ruh und Seligkeit.
  3. Was ist doch der Erde Freude?
    Nebel, Dampf und Herzeleid;
    hier auf dieser schwarzen Heide
    sind die Laster ausgetreut.
    Welt bei dir ist Krieg und Streit,
    nichts denn lauter Eitelkeit,
    in dem Himmel allezeit,
    Friede, Ruh und Seligkeit.
  4. Unaussprechlich schöne
    singet Gottes auserwählte Schar,
    Heilig, heilig, heilig klinget
    in dem Himmel immerdar.
    Welt, bei dir ist Spott und Hohn
    und ein steter Jammerton;
    aber dort ist allezeit
    Friede, Freud und Seligkeit.
  5. Nichts ist hier denn lauter Weinen,
    keine Freude bleibet nicht;
    will uns gleich die Sonne scheinen,
    so verhemmt die Nacht das Licht.
    Sorgen und der bittre Tod,
    in dem Himmel allezeit
    Friede, Ruh und Seligkeit.
  6. Nun, es wird dennoch geschehen,
    daß ich auch in kurzer Zeit
    meinen Heiland werde sehen
    in der großen Herrlichkeit.
    Denn bei uns ist lauter Not,
    Müh und Furcht, zuletzt der Tod;
    aber dort ist allezeit
    Friede, Freud und Seligkeit.
  7. O wer nur dahin gelanget,
    wo jetzund der schöne Chor
    in vergüldten Kronen pranget
    und die Stimme schwingt empor!
    Denn die Welt hat Krieg und Streit,
    all ihr Tun ist Eitelkeit;
    in dem Himmel allezeit
    Friede, Ruh und Seligkeit.
  8. Zeit, wann wirst du doch anbrechen?
    Stunden, o wann schlaget ihr,
    drinnen ich mich kann besprechen
    mit dem Schönsten für und für?
    Welt, du hast nur Sturm und Streit,
    lauter Qual und Traurigkeit;
    aber dort ist allezeit
    Friede, Freud und Seiligkeit.
  9. Jetzt will ich mich fertig machen,
    daß mein Tun vor Gott besteh,
    daß, wenn alles wird zerkrachen,
    es heißt: Komme! und nicht: Geh!
    Welt, bei dir ist Angstgeschrei,
    Sorge, Furcht und Heuchelei,
    in dem Himmel allezeit
    Friede, Ruh und Seligkeit.
Wenn ich einmal soll scheiden
  1. Wenn ich einmal soll scheiden
    so scheide nicht von mir
    wenn ich den Tod soll leiden
    so tritt du dann herfür
    wenn mir am allerbängsten
    wird um das Herze sein
    so reiß mich aus den Ängsten
    kraft deiner Angst und Pein
  2. Erscheine mir zum Schilde
    zum Trost in meinem Tod
    und laß mich sehn dein Bilde
    in deiner Kreuzesnot
    Da will ich nach dir blicken
    da will ich glaubensvoll
    dich fest an mein Herz drücken
    Wer so stirbt, der stirbt wohl
Wenn mein Stündlein vorhanden ist
  1. Wenn mein Stündlein vorhanden ist
    und soll hinfahrn mein Straße,
    so g’leit du mich, Herr Jesu Christ,
    mit Hilf mich nicht verlasse.
    Mein Seel an meinem letzten End
    befehl ich dir in deine Händ,
    du wollst sie mir bewahren!
  2. Mein Sünd` mich werden kränken sehr,
    mein G’wissen wird mich nagen,
    denn ihr‘ sind viel wie Sand am Meer;
    doch will ich nicht verzagen.
    Gedenken will ich an dein‘ Tod,
    Herr Jesu, und dein Wunden rot,
    die werden mich erhalten.
  3. Ich bin ein Glied an deinem Leib,
    des tröst ich mich von Herzen.
    Von dir ich ungeschieden bleib
    in Todesnot und Schmerzen.
    Wenn ich gleich sterb, so sterb ich dir,
    ein ewig Leben hast du mir
    mit deinem Tod erworben.
  4. Weil du vom Tod erstanden bist,
    wird ich im Grab nicht bleiben;
    mein höchster Trost dein Auffahrt ist,
    Todsfurcht kann sie vertreiben.
    Denn wo du bist, da komm ich hin,
    daß ich stets bei dir leb und bin,
    drum fahr ich hin mit Freuden.
  5. So fahr ich hin zu Jesu Christ,
    mein‘ Arm tu ich ausstrecken;
    so schlaf ich ein und ruhe fein,
    kein Mensch kann mich aufwecken.
    Denn Jesus Christus, Gottes Sohn,
    der wird die Himmelstür auftun,
    mich führn zum ewgen Leben.
Wenn nach der Erde Leid

1. Wenn nach der Erde Leid, Arbeit und Pein
ich in die goldenen Gassen zieh ein,
wird nur das Schaun meines Heilands allein
Grund meiner Freude und Anbetung sein.

Refr.: Das wird allein Herrlichkeit sein,
das wird allein Herrlichkeit sein,
wenn frei von Weh ich sein Angesicht seh!
Wenn frei von Weh ich sein Angesicht seh!

2. Wenn dann die Gnade, mit der ich geliebt,
dort eine Wohnung im Himmel mir gibt,
wird doch nur Jesus und Jesus allein
Grund meiner Freude und Anbetung sein.

Refr.: Das wird allein Herrlichkeit sein,
das wird allein Herrlichkeit sein,
wenn frei von Weh ich sein Angesicht seh!
Wenn frei von Weh ich sein Angesicht seh!

3. Dort vor dem Throne im himmlischen Land
treff ich die Freunde, die hier ich gekannt;
dennoch wird Jesus und Jesus allein
Grund meiner Freude und Anbetung sein.

Refr.: Das wird allein Herrlichkeit sein,
das wird allein Herrlichkeit sein,
wenn frei von Weh ich sein Angesicht seh!
Wenn frei von Weh ich sein Angesicht seh!

Wenn wir in höchsten Nöten sein

Der Text dieses Liedes ist urheberrechtlich geschützt.
Siehe Evangelisches Gesangbuch Nr. 366.

Wer nur den lieben Gott lässt walten
  1. Wer nur den lieben Gott lässt walten
    und hoffet auf ihn allezeit,
    den wird er wunderbar erhalten
    in aller Not und Traurigkeit.
    Wer Gott, dem Allerhöchsten, traut,
    der hat auf keinen Sand gebaut.
  2. Was helfen uns die schweren Sorgen,
    was hilft uns unser Weh und Ach?
    Was hilft es, dass wir alle Morgen
    beseufzen unser Ungemach?
    Wir machen unser Kreuz und Leid
    nur größer durch die Traurigkeit.
  3. Man halte nur ein wenig stille
    und sei doch in sich selbst vergnügt,
    wie unser’s Gottes Gnadenwille,
    wie sein Allwissenheit es fügt;
    Gott, der uns sich hat auserwählt,
    der weiß auch sehr wohl, was uns fehlt.
  4. Er kennt die rechten Freudenstunden,
    er weiß wohl, wann es nützlich sei;
    wenn er uns nur hat treu erfunden
    und merket keine Heuchelei,
    so kommt Gott, eh wir’s uns versehn,
    und lässet uns viel Guts geschehn.
  5. Denk nicht in deiner Drangsalshitze,
    dass du von Gott verlassen seist
    und dass ihm der im Schoße sitze,
    der sich mit stetem Glücke speist.
    Die Folgezeit verändert viel
    und setzet jeglichem sein Ziel.
  6. Es sind ja Gott sehr leichte Sachen
    und ist dem Höchsten alles gleich:
    Den Reichen klein und arm zu machen,
    den Armen aber groß und reich.
    Gott ist der rechte Wundermann,
    der bald erhöhn, bald stürzen kann.
  7. Sing, bet und geh auf Gottes Wegen,
    verricht das Deine nur getreu
    und trau des Himmels reichem Segen,
    so wird er bei dir werden neu;
    denn welcher seine Zuversicht
    auf Gott setzt, den verlässt er nicht.
Wer weiß, wie nahe mir mein Ende
  1. Wer weiß, wie nahe mir mein Ende!
    Hin geht die Zeit, her kommt der Tod;
    ach wie geschwinde und behände
    kann kommen meine Todesnot.
    Mein Gott, mein Gott,
    ich bitt durch Christi Blut:
    Mach´s nur mit meinem Ende gut.
  2. Es kann vor Nacht leicht anders werden,
    als es am frühen Morgen war;
    solang ich leb auf dieser Erden,
    leb ich in steter Todesgefahr.
    Mein Gott, mein Gott,
    ich bitt durch Christi Blut:
    Mach´s nur mit meinem Ende gut.
  3. Herr, lehr mich stets mein End gedenken
    und, wenn ich einstens sterben muss,
    die Seel in Jesu Wunden senken
    und ja nicht sparen meine Buß.
    Mein Gott, mein Gott,
    ich bitt durch Christi Blut:
    Mach´s nur mit meinem Ende gut.
  4. Lass mich beizeit´ mein Haus bestellen,
    dass ich bereit sei für und für
    und sage frisch in allen Fällen:
    Herr, wie du willst, so schick´s mit mir!
    Mein Gott, mein Gott,
    ich bitt durch Christi Blut:
    Mach´s nur mit meinem Ende gut.
  5. Ich habe Jesus angezogen
    schon längst in meiner heilgen Tauf;
    du bist mir auch daher gewogen,
    hast mich zum Kind genommen auf.
    Mein Gott, mein Gott,
    ich bitt durch Christi Blut:
    Mach´s nur mit meinem Ende gut.
  6. Ich habe Jesu Leib gegessen,
    ich hab sein Blut getrunken hier;
    nun kannst du meiner nicht vergessen,
    ich bleib in ihm und er in mir.
    Mein Gott, mein Gott,
    ich bitt durch Christi Blut:
    Mach´s nur mit meinem Ende gut.
  7. So komm mein End heut oder morgen,
    ich weiß, dass mir´s mit Jesus glückt;
    ich bin und bleib in deinen Sorgen,
    mit Jesu Blut schön ausgeschmückt.
    Mein Gott, mein Gott,
    ich bitt durch Christi Blut:
    mach´s nur mit meinem Ende gut.
  8. Ich leb indes in dir vergnüget
    und sterb ohn alle Kümmernis.
    Mir g´nüget, wie mein Gott es füget,
    ich glaub und bin es ganz gewiss:
    Mein Gott, mein Gott,
    aus Gnad durch Christi Blut
    machst du´s mit meinem Ende gut
Wie schön leuchtet der Morgenstern
  1. Wie schön leuchtet der Morgenstern, voll Gnad und Wahrheit von dem Herrn uns herrlich aufgegangen.
    Du Sohn Davids aus Jakobs Stamm, mein König und mein Bräutigam, du hältst mein Herz gefangen.
    Lieblich, freundlich, schön und prächtig, groß und mächtig, reich an Gaben, hoch und wunderbar erhaben.
  2. Du meine Perl, du werte Kron, wahr’ Gottes und Marien Sohn, ein König hochgeboren!
    Mein Kleinod du, mein Preis und Ruhm, dein ewig Evangelium, das hab ich mir erkoren.
    Herr, dich such ich. Hosianna. Himmlisch Manna, das wir essen, deiner kann ich nicht vergessen.
  3. Gieß sehr tief in mein Herz hinein, du leuchtend Kleinod, edler Stein, die Flamme deiner Liebe
    und gib, dass ich an deinem Leib, dem auserwählten Weinstock, bleib ein Zweig in frischem Triebe.
    Nach dir steht mir mein Gemüte, ewge Güte, bis es findet dich, des Liebe mich entzündet.
  4. Von Gott kommt mir ein Freudenschein, wenn du mich mit den Augen dein gar freundlich tust anblicken.
    Herr Jesu, du mein trautes Gut, dein Wort, dein Geist, dein Leib und Blut mich innerlich erquicken.
    Nimm mich freundlich in die Arme und erbarme dich in Gnaden. Auf dein Wort komm ich geladen.
  5. Herr Gott Vater, mein starker Held, du hast mich ewig vor der Welt in deinem Sohn geliebet.
    Er hat mich ganz sich angetraut, er ist nun mein, ich seine Braut; drum mich auch nichts betrübet.
    Einst wird mein Hirt mir auch geben himmlisch Leben bei ihm droben; ewig soll mein Herz ihn loben.
  6. Stimmt die Saiten der Cythara und lasst die süße Musika ganz freudenreich erschallen,
    dass ich möge mit Jesus Christ, der meines Herzens Bräutgam ist, in steter Liebe wallen.
    Singet, springet, jubilieret, triumphieret, dankt dem Herren! Groß ist der König der Ehren.
  7. Wie bin ich doch so herzlich froh, dass mein Schatz ist das A und O, der Anfang und das Ende.
    Er wird mich doch zu seinem Preis aufnehmen in das Paradeis; des klopf ich in die Hände.
    Amen, Amen, komm, du schöne Freudenkrone, säum nicht lange; deiner wart ich mit Verlangen.
Wie soll ich dich empfangen
  1. Wie soll ich dich empfangen / und wie begegn ich dir,
    o aller Welt Verlangen, / o meiner Seelen Zier?
    O Jesu, Jesu, setze / mir selbst die Fackel bei,
    damit, was dich ergötze, / mir kund und wissend sei.
  2. Dein Zion streut dir Palmen / und grüne Zweige hin,
    und ich will dir in Psalmen / ermuntern meinen Sinn.
    Mein Herze soll dir grünen / in stetem Lob und Preis
    und deinem Namen dienen, / so gut es kann und weiß.
  3. Was hast du unterlassen / zu meinem Trost und Freud,
    als Leib und Seele saßen / in ihrem größten Leid?
    Als mir das Reich genommen, / da Fried und Freude lacht,
    da bist du, mein Heil, kommen / und hast mich froh gemacht.
  4. Ich lag in schweren Banden, / du kommst und machst mich los;
    ich stand in Spott und Schanden, / du kommst und machst mich groß
    und hebst mich hoch zu Ehren / und schenkst mir großes Gut,
    das sich nicht läßt verzehren, / wie irdisch Reichtum tut.
  5. Nichts, nichts hat dich getrieben / zu mir vom Himmelszelt
    als das geliebte Lieben, / damit du alle Welt
    in ihren tausend Plagen / und großen Jammerlast,
    die kein Mund kann aussagen, / so fest umfangen hast.
  6. Das schreib dir in dein Herze, / du hochbetrübtes Heer,
    bei denen Gram und Schmerze / sich häuft je mehr und mehr;
    seid unverzagt, ihr habet / die Hilfe vor der Tür;
    der eure Herzen labet / und tröstet, steht allhier.
  7. Ihr dürft euch nicht bemühen / noch sorgen Tag und Nacht,
    wie ihr ihn wollet ziehen / mit eures Armes Macht.
    Er kommt, er kommt mit Willen, / ist voller Lieb und Lust,
    all Angst und Not zu stillen, / die ihm an euch bewußt.
  8. Auch dürft ihr nicht erschrecken / vor eurer Sünden Schuld;
    nein, Jesus will sie decken / mit seiner Lieb und Huld.
    Er kommt, er kommt den Sündern / zu Trost und wahrem Heil,
    schafft, daß bei Gottes Kindern / verbleib ihr Erb und Teil.
  9. Was fragt ihr nach dem Schreien / der Feind und ihrer Tück?
    Der Herr wird sie zerstreuen / in einem Augenblick.
    Er kommt, er kommt, ein König, / dem wahrlich alle Feind
    auf Erden viel zu wenig / zum Widerstande seind.
  10. Er kommt zum Weltgerichte: / zum Fluch dem, der ihm flucht,
    mit Gnad und süßem Lichte / dem, der ihn liebt und sucht.
    Ach komm, ach komm, o Sonne, / und hol uns allzumal
    zum ewgen Licht und Wonne / in deinen Freudensaal.
Wir danken dir, Herr Jesu Christ, dass du für uns gestorben
  1. Wir danken dir, Herr Jesu Christ,
    dass du vom Tod erstanden bist
    und hast dem Tod zerstört sein Macht
    und uns zum Leben wiederbracht.
    Halleluja.
  2. Wir bitten dich durch deine Gnad:
    Nimm von uns unsre Missetat
    und hilf uns durch die Güte dein,
    dass wir dein treuen Diener sein.
    Halleluja.
  3. Gott Vater in dem höchsten Thron
    samt seinem eingebornen Sohn,
    dem Heilgen Geist in gleicher Weis
    in Ewigkeit sei Lob und Preis!
    Halleluja.
Wir danken dir, Herr Jesu Christ, dass du vom Tod erstanden bist
  1. Wir danken dir, Herr Jesu Christ,
    dass du für uns gestorben bist
    und hast uns durch dein teures Blut
    gemacht vor Gott gerecht und gut
  2. und bitten dich, wahr Mensch und Gott:
    Durch deine Wunden, Schmach und Spott
    erlös uns von dem ewgen Tod
    und tröst uns in der letzten Not.
  3. Behüt uns auch vor Sünd und Schand
    und reich uns dein allmächtig Hand,
    dass wir im Kreuz geduldig sein,
    uns trösten deiner schweren Pein
  4. und schöpfen draus die Zuversicht,
    dass du uns wirst verlassen nicht,
    sondern ganz treulich bei uns stehn,
    dass wir durchs Kreuz ins Leben gehn.
Wir sind nur Gast auf Erden

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Siehe Neues Gotteslob Nr. 505.